Kostenloses Windows 10 startet Angriff

Weg in die Zukunft

Kostenloses Windows 10 startet Angriff

Microsoft-Chef Satya Nadella will mit Windows 10 das Unternehmen wieder auf die Gewinnerstraße führen. Der Softwarekonzern stellte weitere Neuigkeiten seines neuen Betriebssystem am Mittwochabend vor (wir berichteten live). Zentralese Merkmal: Windows 10 ist die einheitliche Basis für alle Geräteklassen vom PC bis zum Smartphone.

Ob Kacheloptik oder klassisches Startmenü, ob mit Maus, Tastatur, Sprache oder Finger - Windows 10 soll sich mit einer übersichtlichen Oberfläche den jeweiligen Geräten und individuellen Bedürfnissen der Nutzer bruchlos anpassen. Windows 10 sei für eine Welt gemacht, in der alles miteinander verbunden ist, sagte Microsoft-Chef Satya Nadella.

Diashow Fotos von der Windows 10 Präsentation

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Microsoft stellte am Mittwoch weitere Details von Windows 10 vor, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Nutzer von Windows 7 sowie 8.1 und Windows Phone 8.1 können (innerhalb eines Jahres) kostenlos auf die neue Version umsteigen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

In die Entwicklung will das Unternehmen intensiv Windows-Nutzer einbeziehen. Seit dem vergangenen September hätten 1,7 Millionen Nutzer an einem Insider-Programm teilgenommen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Das Feedback floss in die Entwicklung stark ein. So feiert etwa das Startmenü ein Comeback.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

In der Taskleiste ist ein großes Suchfeld integriert. Nutzer können damit nach Dateien, Programmen, Fotos, etc. suchen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Am Smartphone sieht Windows 10 auch richtig gut aus. Zudem wurde die Bedienung vereinfacht.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Microsofts Sprachsteuerung Cortana erhält im neuen Betriebssystem eine prominente Rolle. Cortana lässt sich auch auf einem Personal-Computer mit Windows 10 als persönliche Assistenz einsetzen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Wie vermutet, gab es auch einen Blick auf den mit Spannung erwarteten neuen Browser, der unter dem Codenamen „Spartan“ entwickelt wurde. Der Nachfolger des Internet Explorers soll alle Ansprüche des modernen Internets erfüllen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Microsoft hat eine Xbox App für Windows 10 entwickelt. Von dieser sollen vor allem...

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

....die 50 Millionen Xbox-Live-Nutzer profitieren. Die App bietet eine Übersicht...

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

...über alle Spiele, Nachrichten und Freunde. Außerdem verfügt sie über einen Activity-Feed.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Mit Windows 10 können alle Xbox One Games auf den PC oder das Tablet gestreamt werden. Das funktioniert mit allen Spielen, die sich in der eigenen Bibliothek befinden.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Neben der Software hat Microsoft auch neue Geräte angekündigt, die auf Windows 10 setzen. Im Mittelpunkt stand dabei der Microsoft Surface Hub.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Dabei handelt es sich um einen (riesigen) 84-Zoll-Bildschirm mit integriertem Computer. Dieser soll vor allem bei Teamarbeit in Firmen Vorteile bringen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Bei der Hardware gab es auch noch eine echte Überraschung. Denn Microsoft will auch beim Boom-Thema Virtuell Reality mitmischen.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Dies soll mit dem System Windows Holographic gelingen. Zu diesem gehört

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

...die VR-Brille Microsoft HoloLens, die...

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

...sich nicht nur zum Zocken sondern auch für die Arbeit eignen soll.

Windows 10 Präsentation (Jänner 2015)

Zum Abschluss kam auch noch Microsoft CEO Satya Nadella auf die Bühne. Er fasste alle Vorzüge von Windows 10 noch einmal zusammen. Sein persönliches Highlight ist Cortana.

1 / 19

VR-Brille
Für Staunen sorgte abseits aller Neuheiten von Windows 10 am Mittwochabend in der Redmonder Konzernzentrale aber die überraschende Präsentation einer Entwicklung aus den Microsoft-Labors. Alex Kipman von Microsofts Kinect-Team demonstrierte an der Computer-Brille "HoloLens", wie virtuelle Welten in eine reale Umgebung eingeblendet werden können. So könne die Wirklichkeit zur Bühne etwa für ein Spiele-Level werden. Die virtuellen Gegenstände lassen sich mit Gesten und Sprache im Raum steuern.

Die Brille verfügt über eigene Prozessoren für die Rechenleistung und die Grafik, sodass sie auch ohne Verbindung mit einem Computer eingesetzt werden kann. Für Entwickler stünden in Windows 10 entsprechende Schnittstellen zur Verfügung, über die sie sofort neue Anwendungen programmieren könnten.

Sollte "HoloLens" erfolgreich sein, dürfte die Entwicklung grundsätzlich den Weg verändern, wie Menschen mit Maschinen interagieren, wie es einst die Computermaus oder Apples iPhone getan haben, schätzt James McQuivey von Forrester. Die Marktforscher erwarten, dass bereits Ende 2016 Millionen Nutzer bereit wären, unabhängig von den Kosten eine solche Brille zu erwerben.

Video zum Thema Kostenloses Windows 10 startet Angriff

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

Sprachsteuerung im Fokus
Unter den zahlreichen Neuerungen in Windows 10 hat Microsoft der Sprachsteuerung Cortana eine prominente Rolle zugewiesen. Microsoft-Manager Joe Belfiore demonstrierte, wie sich Cortana auch auf einem Personal-Computer mit Windows 10 als persönliche Assistentin einsetzen lässt. Cortana sei die bisher am stärksten personalisierte Sprachassistenz, sagte Belfiore. Microsoft konkurriert hier mit Diensten wie Google Now oder Siri von Apple.

Cortana greift auf verschiedene Programme sowie die Suchmaschine Bing zu und kann zum Beispiel eine Wettervorhersage geben oder Tipps für die beste Route ins Büro. Künftig werde der Dienst im Browser Internet Explorer integriert sein. Über die selbstlernende Sprachsteuerung lasse sich zum Beispiel auch ein Platz in einem Restaurant reservieren, sagte Belfiore. Selbst das Menü könne Cortana dabei dem jeweiligen Geschmack entsprechend auswählen. "Wir ändern die Art, wie die Menschen den PC nutzen", sagte Belfiore.

Kostenloses Update
Und die rund 1,5 Milliarden Windows-Nutzer weltweit sollen diesmal nicht zögern beim Umstieg auf das neue System. Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 10 gibt es das Upgrade für Geräte, auf denen Windows 7, Windows 8.1 oder Windows Phone 8.1 läuft, gratis, kündigte Belfiore an. Microsoft verspricht außerdem, die Software für die gesamte Lebensdauer der Geräte zu pflegen.

Die neue Upgrade-Politik könnte Microsoft rund 500 Mio. Dollar (431,3 Mio. Euro) im ersten Jahr kosten, schätzt das "Wall Street Journal". Die Entscheidung ebne aber den Weg für frühzeitige Verkäufe von Apps und Services. In die Entwicklung von Windows 10 will das Unternehmen intensiv die Nutzer einbeziehen. Windows 10 sei ein Produkt massiver Zusammenarbeit mit den Nutzern, stellte auch Nadella heraus.

Seit September hätten 1,7 Millionen Nutzer an einem Insider-Programm teilgenommen, sagte Microsoft-Manager Terry Myerson. Unter windows.com könnten sich nun auch alle Interessierten an der Weiterentwicklung beteiligen. Aktuelle Versionen von Windows 10 würden für den PC kommende Woche zum Testen zur Verfügung stehen, eine erste Version für das Smartphone werde im Februar folgen.

>>>Nachlesen: So gut wird das neue Windows 10

Xbox Integration
Mit Windows 10 rückt der PC auch näher an Microsofts Spielekonsole Xbox One heran. Mit dem neuen Betriebssystem werde jedes Gerät über eine Xbox-App auf die Spieleplattform zugreifen können, sagte Xbox-Chef Phil Spencer. Ein auf der Konsole begonnenes Spiel lasse sich per Streaming auch auf dem PC weiterspielen. Zudem könnten Gamer am Rechner über das Web auf alle Mitspieler, Spiele, die eigene Freundesliste und die Nachrichteneingänge zugreifen.

Mit Windows 10 will Microsoft eine einheitliche Plattform für alle Geräteklassen schaffen. Für Entwickler macht es Microsoft damit leichter, ihre PC-Anwendungen ohne weiteren Aufwand auch als Smartphone-App bereitzustellen. Für Apps wird Microsoft künftig nur noch einen gemeinsamen App Store für alle Geräte betreiben.

Einschätzung
Windows 10 könnte durchaus zum Standard für Unternehmenskunden werden, was Windows 8 nicht gelungen sei, schätzt Forrester. Die neue Plattform habe das Zeug dazu, Microsofts führende Position in der Computerbranche zu festigen, sagte Analyst J.P. Gownder. Ob Microsofts Rechnung aufgeht, durch eine einheitliche Plattform auch im mobilen Sektor zuzulegen, sei zumindest mittelfristig dagegen fraglich.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen