Twitter setzt jetzt auf den iPad-Look

Fotos und Videos

Twitter setzt jetzt auf den iPad-Look

Der Internet-Kurznachrichtendienst Twitter will für seine Nutzer attraktiver werden, indem sie künftig einfacher Bilder und Videos austauschen können. Das Unternehmen stellte nun das neue Design seiner Website vor (siehe oben), bei dem Multimediainhalte ohne den Wechsel zu einer anderen Seite angezeigt werden. Auch wird es einfacher, sich Informationen über einen anderen Nutzer anzusehen. Ziel ist es, dass die Menschen durch die neuen Inhalte häufiger zu Twitter zurückkehren und die Website auch länger nutzen, was diese dann für Werbung attraktiver machen würde. Dazu kooperiert Twitter mit zahlreichen Online-Diensten, so unter anderen Flickr, Justin.TV, TwitPic, UStream und YouTube.

Zwei Bereiche
Mit der Überarbeitung der Website wurde diese in zwei Teile geteilt. In dem einen laufen die täglich rund 90 Millionen Tweets, wie die Kurzmitteilungen bei Twitter heißen, auf der anderen sind die Fotos und Videos zu sehen, die zu den Texten gehören. Bisher wurde diese meist auf anderen Websites oder in getrennten Browser-Tabs dargestellt. Twitter unterstreicht mit dem Redesign auch seinen Anspruch, zu einer der wichtigsten Kommunikationsplattformen im Internet zu gehören. Insgesamt erinnert das neue Design stark an die vor Kurzem gestartete Twitter-iPad App. Diese glänzt mit einer hervorragenden Übersicht und hat bereits viel Lob eingeheimst.

Video: So funktioniert das neue Twitter



Konkurrenzkampf
Twitter steht im Wettbewerb mit dem weltgrößten Online-Netzwerk Facebook, das ebenfalls darum buhlt, die Plattform zu sein, auf der Freunde und Bekannte ihre Neuigkeiten austauschen. Facebook hat 500 Millionen Mitglieder, bei Twitter haben sich nach jüngsten Angaben mehr als 160 Millionen Nutzer angemeldet. Laut Twitter-Statistik benutzen 80 Prozent von ihnen den Dienst über die Website. In den kommenden Wochen soll die neue Website schrittweise allen Nutzern zur Verfügung stehen.

Streit mit Entwicklern
Mit dem neuen Design gräbt Twitter auch den Herstellern von Software zur bequemeren Nutzung des Dienstes weiter das Wasser ab. Die Programme profitierten bisher von der beschränkten Funktionalität der Twitter-Website. Das Unternehmen ging mit den Software-Entwicklern bereits auf Kollisionskurs als es vor einigen Monaten einen kleineren Software-Hersteller kaufte und dessen bis dahin kostenpflichtiges iPhone-Programm als offizielle Twitter-App gratis anbot.

Funktion
Bei Twitter können Nutzer bis zu 140 Zeichen lange Mitteilungen (Tweets) senden, die dann von ihrem Freundeskreis gesehen werden können. Auch Internet-Links zu Bildern, Videos oder Webseiten können reingestellt werden. Das Unternehmen arbeitet seit langem an einem tragfähigen Geschäftsmodell - mehrere dutzend Mio. Dollar an Investorengeldern müssen irgendwann wieder eingespielt werden. Die Twitter-Gründer experimentieren dabei vor allem mit Internet-Werbung, wollen dabei aber behutsam vorgehen, um die Nutzer nicht abzuschrecken.

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