Die Kinos waren bei den Voraufführungen trotz der Sommerhitze stark besetzt.
Das Publikum: zu 80 Prozent unter 20 Jahren, zu 90 Prozent weiblich. Immer
wenn sich die sanfte Bella (Kristen Stewart) an ihren Vampir-Geliebten
Edward (Rob
Pattinson) schmiegte, erklangen schmachtende Seufzer im Saal – gefolgt
von leisen Entsetzensschreien, wenn den Liebenden Gefahr drohte.
Kassenknüller Mit solchen Reaktionen begann die
Österreich-Kinokarriere des neuen, dritten Twilight-Films Eclipse
– Biss zum Abendrot. In den USA hat das Liebesmärchen seinen
Status als Kassenknüller längst bewiesen. Seit der US-Premiere am 30. Juni
wurden dort bis einschließlich 9. Juli bereits 214,7 Mio. Dollar (170 Mio.
Euro) eingespielt. Angesichts der für Hollywood-Verhältnisse moderaten
Produktionskosten von 68 Mio. Dollar bedeutet dies: Eclipse
ist eine mächtig sprudelnde Profitquelle.
Kein Sex,
doch raue Action Im neuen Film muss sich Bella
zwischen zwei Männern entscheiden: zwischen dem Vampir Edward, ihrer großen
Liebe, und dem coolen Jacob (Taylor Lautner), der zum Werwolf mutieren kann.
Die Entscheidung fällt für Edward, doch der gibt sich keusch und prüde: Erst
nach der Hochzeit
soll die Liebe vollzogen werden.
Brutal Während Autorin Stephenie Meyer ihren Helden also die
Freuden der Sexualität versagt, mutet sie ihnen viel Gewalt
zu. In der großen Action-Sequenz des Films kommt es zum Kampf zwischen
Vampiren und Werwölfen einerseits sowie brutalen Vampir-Neugeborenen
andererseits. Da werden die Zuschauer Zeugen, wie abgetrennte Köpfe oder
Arme durch die Luft fliegen. Von Romantik keine Spur.
Eclipse – Biss zum Abendrot. Vorpremieren 14.7., Kinostart 15.7.