Gleich drei Gleich drei

Musikpreis

© Johannes Kernmayer, Getty/FilmMagic.com, AP

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Gleich drei "Echos" an Peter Fox

Der 37-jährige Sänger Peter Fox der Reggae-Gruppe Seeed räumte am Samstagabend gleich drei der begehrten Musikpreise ab. Der Berliner wurde als bester HipHop-Act und als erfolgreichster Produzent geehrt. Zudem gewann er den Kritiker-Echo. Fox galt als Topfavorit und hat erst letzte Woche mit seiner Single "Schwarz zu Blau" den Bundesvision Song Contest von Stefan Raab gewonnen. Sein Soloalbum "Stadtaffe" hält sich seit Monaten in den Charts.

Das Duo Rosenstolz gewann zwei Auszeichnungen: Den Ehren-Echo für ihr Engagement im Kampf gegen Aids und die Auszeichnung für das beste Video. Ebenfalls zwei Echos nahm die Schlagersängerin Helene Fischer mit nach Hause. Der Preis als bester internationaler Künstler ging an den Opern-Sänger Paul Potts. Der Brite zeigte sich bewegt und sagte: "Danke, dass Sie mich in Ihre Häuser und Herzen aufgenommen haben."

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Comeback von Udo Lindenberg
Udo Lindenberg, der bereits vor 17 Jahren mit dem Echo für sein Lebenswerk geehrt wurde, gewann den Echo als aktuell bester deutscher Rockpop-Künstler. Der 62-Jährige stellte sich als "die Nachtigall aus Panikhausen" vor und sagte ironisch: "Es geht immer weiter, auch nach dem Lebenswerk." Für offene Münder sorgte sein Live-Auftritt, bei dem er in einem sperrigen Astronauten-Anzug samt Helm auf die 800 Quadratmeter große Bühne stieg.

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Ebenfalls prämiert wurden Ich+Ich als beste deutsche Rockpop-Band, Stefanie Heinzmann als beste hiesige Rockpop-Künstlerin und Thomas Godoj als bester Newcomer, der erstaunt fragte: "Womit habe ich das verdient?" Die Schottin Amy MacDonald gewann den Echo als beste internationale Newcomerin. Ihren Hit "This is The Life" sang sie auch live. Wenig begeistert wurde indes der deutsche Beitrag für den nächsten Eurovision Song Contest aufgenommen, die bis dato unbekannte Band Alex Swings Oscar Sings präsentierte eine eher durchschnittliche Swingnummer.

U2 rockte
10.000 Zuschauer in der Berliner O2-Arena umjubelten Live-Auftritte der irischen Rockband U2, von Depeche Mode und des US-Sängers Lionel Ritchie, der eine Auszeichnung für sein Gesamtwerk und stellvertretend für sein Label Motown entgegennahm. Die Toten Hosen präsentierten in der Arena eine Ballade und wurden anschließend auch als bester Live-Act mit einem Echo ausgezeichnet.

Zur festlichen Echo-Verleihung kamen Dutzende Künstler. Mit als Erste schritten die Scorpions über den 100 Meter langen roten Teppich, begleitet vom Kreischen Hunderter Fans. Ebenfalls im Blitzlichtgewitter vor der O2-Arena: Die Newcomer Polarkreis 18, Queensberry, LaFee und Jennifer Rostock. Auch Silbermond, Bushido, Patrice, Chris Norman und Max Mutzke posierten trotz Minusgraden vor den Kameras.

Show-Moderatoren landeten nicht mit Witzen
Moderiert wurde die Show von Barbara Schöneberger und Oliver Pocher, die mit dem Großteil ihrer Witze aber eher müdes Lächeln ernteten. Der Echo wurde in 24 Kategorien verliehen und gilt als einer der renommiertesten Musikpreise in Europa. Die Verleihung ist jedes Jahr der gesellschaftliche Höhepunkt der Musikbranche.

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Scorpions für Lebenswerk ausgezeichnet
Die Scorpions wurden vorab für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Band aus Hannover ist mit über 75 Millionen verkauften Tonträgern und Dutzenden Platin- und Goldalben die erfolgreichste deutsche Rockgruppe aller Zeiten.

Die absoluten Echo-Rekordhalter, die Kastelruther Spatzen, waren auch 2009 wieder erfolgreich: Die Südtiroler Volksmusik-Gruppe nahm den zwölften Echo-Preis ihrer Karriere entgegen.

Nominiert für einen diesjährigen Echo waren auch die Heiligenkreuzer Zisterziensermönche - und zwar in der Kategorie Newcomer international. Sie gingen aber leer aus.

Fotos: (c) dpa

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