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Haneke-Film in Cannes

Der neue Spielfilm "Das weiße Band" des österreichischen Filmemachers Michael Haneke wurde in den Wettbewerb der heurigen Filmfestspiele von Cannes (13. bis 24. Mai) eingeladen und rittert somit um die Goldene Palme. Das teilte die Austrian Film Commission am Donnerstag in einer Aussendung mit. Haneke ist somit zum sechsten Mal zu den Filmfestspielen eingeladen.

Unerklärliche Ereignisse
"Das weiße Band" dreht sich laut AFC um unerklärliche Ereignisse, die das ruhige Dasein eines deutschen Dorfes am Vorabend des Ersten Weltkriegs verstören. Ein Seil wurde gespannt, um den Arzt bei seinem Ausritt zu Sturz zu bringen, eine Scheue geht in Flammen auf, zwei Kinder werden entführt und gequält. Der Dorflehrer beobachtet und stellt Untersuchungen an, und nach und nach entdeckt er die unglaubliche Wahrheit.

Österreichischer Langspielfilm auch dabei
Mit "La Pivellina", dem erstem Spielfilm von Tizza Covi und Rainer Frimmel, ist zum ersten Mal seit 1995 wieder ein österreichischer Langspielfilm in die "Quinzaine des Realisateurs" eingeladen, wie es weiter heißt.

Konkurrenten
Zu Hanekes Konkurrenten im Wettbewerb um die Goldene Palme zählen Ken Loach ("Looking for Eric"), Jane Campion ("Bright Star") sowie Alain Resnais ("Les herbes folles"). Quentin Tarantino ist mit "Inglorious Basterds" (u.a. mit Brad Pitt und Diane Kruger) der einzige US-Regisseur in dem von Europa und Asien dominierten Wettbewerb der 62. Filmfestspiele. Auch Pedro Almodovar und Ang Lee sind wieder mit dabei.

Cannes-Erprobter Haneke
Hanekes Gewaltschocker "Funny Games" war 1997 nach 35 Jahren der erste österreichische Wettbewerbs-Beitrag in Cannes. 2000 folgte "Code Inconnu". Den größten Erfolg erzielte er mit der Jelinek-Verfilmung "Die Klavierspielerin" 2001 an der Croisette: Der Film gewann neben den beiden Darstellerpreisen für Isabelle Huppert und Benoit Magimel auch den Grand Prix der Jury. Hanekes "Wolfzeit" lief 2003 in Cannes außer Konkurrenz, weil auch der damalige Jury-Präsident Patrice Chereau mitspielte. Für "Caché", seinen fünften Anlauf auf die Goldene Palme, gewann er 2005 in Cannes die Auszeichnung als bester Regisseur sowie den Preis der Internationalen Filmkritik und den Preis der Ökumenischen Jury. Zuletzt hatte Haneke ein "Shot by Shot" gedrehtes US-Remake von "Funny Games" in die Kinos gebracht.

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