Glaube gab Fendrich Kraft

Schwere Zeiten

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Glaube gab Fendrich Kraft

Es sei, sagt er, "eine große Ehre, für den Papst zu spielen." Wenn der Heilige Vater beim­Österreich-Besuch am 9. September dem Stift Heiligenkreuz einen kurzen Besuch abstattet, wird Rainhard Fendrich (52) 'I Am From Austria' und 'Weusd A Herz Hast Wia a Bergwerk' singen.

Auch, um von den Fehlern der Vergangenheit, dem Kokain-Konsum, Zeugnis abzulegen. Fendrich: "Ich bin jetzt nicht geläutert, weiß aber, dass ich ohne Koks leistungsfähiger bin." Er wird - von Pater Karl Wallner und Weihbischof Andreas Laun zum Auftritt geladen - um 15 Uhr vor 15.000 Besuchern spielen, denen das Warten auf den Papst bis 16.15 Uhr "so angenehm wie möglich gemacht werden soll", erklärt Pater Karl.

"Tiefreligiöser Mensch"
Er hätte, erklärt Fendrich, "beim Papstbesuch sowieso als Privatmensch" teilgenommen. "Ich bin katholisch erzogen, war Ministrant und bin ein tief religiöser Mensch", begründet der Austropopper im ÖSTERREICH-Interview seinen Auftritt. Der Wahl-Mallorquiner erklärt: "Der Glaube hat mir in Krisenzeiten viel Kraft gegeben." Die Söhne Lucas und Florian hingegen seien "leider nicht religiös" erzogen worden. "Aber mit Lucas habe ich jetzt viel über Glaube gesprochen."

Ob der Barde den Papst treffen wird, ist ungewiss. Gerne würde er ihm gegenübertreten und fragen, "warum so viele unschuldige Kinder verhungern müssen." Dass der Geschiedene die Heilige Kommunion nicht empfangen darf, "ist für mich schmerzhaft, aber ich muss es akzeptieren." Derzeit arbeitet Fendrich an einer Messe, denn er möchte "einen Kontrapunkt setzten zum islamitischen Gehabe, das Überhand nimmt."

Glaube und Trauerarbeit
Die Sakramente seien ihm "äußerst wichtig, auch wenn es bei meiner letzten Ehe (Bis dass der Tod ...) nicht gelungen ist." Die letzte Beichte war eine öffentliche." Diese Woche will er in Berlin, wo er mit seiner Verlobten Ina-Nadine lebt, seine Sünden büßen. "Ich schäme mich nicht für meinen Glauben", erklärt Fendrich. Auch beim Tod seines Freundes Georg Danzer sei Glaube Teil der Trauerarbeit gewesen. "ch habe mich auf Mallorca in die Bucht gesetzt, wo Georgs Asche ausgestreut wurde und für ihn einen Rosenkranz gebetet."

Weiße Weste statt weißem Pulver
Es ist, als sei Rainhard Fendrich geläutert, auch wenn ein Auftritt zum Papstbesuch nicht Sünden der Vergangenheit bereinigen kann. Da nimmt es auch der erfolgreiche Austropopper nicht allzu katholisch: "Ich möchte aus meinen Fehlern lernen. Ich werde sie nicht wiederholen.“ Er lacht: "Ich mache andere."

Im November jedenfalls will Fendrich beim Freund Pater Karl im Stift Heilgenkreuz in Klausur gehen

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