Otti Fischers Ex Zadrazil -

Das Interview

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Otti Fischers Ex Zadrazil - "Ehe war ein Irrtum ... "

Das nette Pärchen, das in trauter Zweisamkeit beim Gschirnwirt in Eugendorf sitzt und steirischen Backhendlsalat isst, ist wohl das schrillste Couple der Saison. Sechs Wochen nach dem Kennenlernen haben sie im Mai unter großem Mediengetöse geheiratet, drei Monate danach folgte die Scheidung. Und jetzt? Eine Woche nach dem bitteren Ende haben sich die beiden wieder versöhnt! In einem Exklusiv-Interview mit ­ÖSTERREICH sprechen Michaela (38) und Peter (40) Treichl über ihre Scheidung und den Neustart.

ÖSTERREICH: Hochzeit, Scheidung, Wiedervereinigung – und das alles fast im Stundentakt. Wen führen Sie an der Nase herum?
Michaela: Wir haben ein Kapitel hinter uns gebracht und ein neues angefangen. Verstehen muss das niemand. Peter: Ich habe versucht, meine Gefühle auszuschalten. Aber als wir nach der Scheidung miteinander essen gegangen sind, war das schon so etwas wie ein Neubeginn. Andere, die sich scheiden lassen, wissen auch, dass das nicht der richtige Weg ist. Und trotzdem machen sie es.

ÖSTERREICH: Die ganze Inszenierung sieht nach einem PR-Gag aus.
Michaela: Wir haben das nicht an die Öffentlichkeit getragen.
Peter: Bis zu unserer Scheidung haben wir sehr zurückgezogen gelebt. Ich habe auch nichts davon, in der Öffentlichkeit zu stehen. Im Gegenteil. Es schadet dem Geschäft.

ÖSTERREICH: Warum haben Sie sich denn nun eigentlich scheiden lassen? Es heißt, Sie hätten noch immer eine Beziehung mit Ihrer Ex-Freundin?
Peter: Das ist ein absoluter Blödsinn. Jeannette ist eine Bekannte. Wir haben uns schon lange und in Freundschaft getrennt. Sie hat für die Agentur gearbeitet. Und dass man sich in Salzburg mal zufällig trifft, ist ja auch nichts Schlimmes.
Michaela: Bei mir ist das Vertrauen schon sehr angeknackst. Ich bin ein sehr treuer Mensch. Ich möchte gerne meinem Mann die Augen öffnen, damit er merkt, was im Leben wirklich wichtig ist.

ÖSTERREICH: Und was ist wichtig?
Peter: Die Selbstliebe. Mit sich selbst im Reinen sein. Wenn man sich selbst liebt, dann tut man sich in einer Beziehung leichter.

ÖSTERREICH: Das heißt?
Peter: Wenn man sich selbst liebt, dann ist die Liebe eine Draufgabe. Michaela: Du hast von Anfang an gewusst, dass ich Probleme habe mit der Selbstliebe!
Peter: Das Schlimmste ist, wenn man sein eigenes Glück vom Partner abhängig macht.

ÖSTERREICH: Gemeinsame Lebensziele wären doch ein Beginn?
Michaela: Ich möchte mein Leben auf die Reihe bekommen und endlich arbeiten.

ÖSTERREICH: Das hätten Sie doch schon längst machen können. Sie wollten bei Ihrem Mann einsteigen?
Peter: Aus zeitlichen Gründen hat sich das nicht ergeben.
Michaela: Ich wollte das alles genießen ... (denkt nach) ... ich wollte meine Liebe genießen.
Peter: Ich wollte, dass sie arbeitet.
Michaela: Jetzt sag aber die Wahrheit!
Peter: Du konntest dich nicht entscheiden. Ursprünglich hättest du für meine Partnervermittlung von Wien aus arbeiten sollen.
Michaela: Das ist bis jetzt nicht zustande gekommen. Ab Mitte September werde ich für die Firma arbeiten. Du hast mich damals gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte, auch zu Hause zu bleiben. Das wollte ich nicht, weil ich etwas brauche, was mich ausfüllt.
Peter: Wenn ich frage, ob du dir vorstellen kannst, daheim zu bleiben, heißt das nicht, dass du das machen sollst. Ich bin nicht der Typ, der Tag und Nacht mit jemandem zusammenpicken muss. Ursprünglich sollte Michaela von Wien aus arbeiten.
Michaela: Für mich ist eine Heirat etwas anderes. Ich heirate doch nicht, dass einer da ist und der andere dort. Das ist deine Einstellung! Ich wollte Kontinuität. Ich wollte ein harmonisches Eheleben führen und einen gemeinsamen Wohnsitz haben. Jetzt ist es halt anders. Ich will auch nicht rund um die Uhr zusammenpicken, habe aber generell eine andere Vorstellung von der Ehe als der Peter.

ÖSTERREICH: Waren die unterschiedlichen Vorstellungen der Scheidungsgrund?
Michaela: Das war eines der Themen. Wir geben unserer Liebe noch eine Chance. Ich hoffe bei dir, Peter, ist die Liebe auch noch da.
Peter: Du bist meine große Liebe. Sonst würde ich nicht da sitzen.

ÖSTERREICH: Sie sollen in Geldnöten stecken und gar kein Millionär sein?
Peter: Ich habe nie gesagt, dass ich Millionär bin. Im Gegenteil. Ich habe immer wieder gebeten, das richtigzustellen. Es geht niemanden etwas an, was ich habe und was ich nicht habe. Ich distanziere mich auch von der Rotlichtbranche. Ich habe nichts mit Prostitution am Hut. In keiner Art und Weise. Eine Partnervermittlung hat damit nichts zu tun.

ÖSTERREICH: Glauben Sie an die Ehe?
Michaela: Natürlich.
Peter: Für mich war es eine große Erfahrung. Ich bereue nichts.
Michaela: Ich auch nicht.
Peter: Wir haben uns von der Last des Ehelebens befreit und können jetzt ungezwungen und locker in die Zukunft schauen.
Michaela: Wir haben uns zu viel Druck gemacht. Wir wollen es in Zukunft besser machen.
Peter: Wir führen jetzt eben eine Partnerschaft, in der man sich nicht täglich sieht.

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