05. August 2009 20:49
Keine Beruhigung im Fall Markus Rogan. Gestern meldete sich Fabio Balini,
Sprecher der Diskothek Shilling, in der Markus verletzt wurde: „Wir haben
bisher noch keine Informationen über eine Anzeige bekommen.“ Laut seiner
Version verletzte sich Rogan selbst in der In-Disco nahe Rom. Rogan war dort
in der Nacht auf Sonntag von vier Türstehern hinausgeworfen worden und
versuchte dann, wieder in den Disco-Bereich zu gelangen. Die Folge: ein
blaues Auge, Abschürfungen und ein verletzter Mittelfuß. Rogans Anwalt Mario
Schiavon widerspricht heftig und bleibt dabei, dass Markus verprügelt wurde:
„Die Anzeige gibt es, Markus ist von Beamten befragt worden.“
Zwei Wochen für Gesundung
Dienstagabend checkte Markus Rogan
aus dem römischen Hotel Parco Tirreno aus. Seitdem versteckt er sich. Dem
Schwimmstar geht es körperlich und seelisch schlecht, so Anwalt Schiavon:
„Das ist auch der Grund, warum er sich zur Erholung zurückgezogen hat. Das
wird sicher noch ein oder zwei Wochen in Anspruch nehmen.“
Zweite Karriere
Rogans sportliche Zukunft scheint nicht mehr
oberste Priorität zu haben. Heute beginnt ein wichtiges Schwimm-Event, das
Rogan sonst nie verpassen würde: die viertägigen österreichischen
Schwimmmeisterschaften in St. Pölten. Alle heimischen WM-Teilnehmer sind
dabei – nur Rogan nicht. „Ich habe etwas anderes als Schwimmen vor“, sagte
der 27-Jährige selbst.
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ÖSTERREICH: Wie geht es Rogan heute – ist er
schmerzfrei? Mario Schiavon: Markus Rogan ist seelisch
und physisch angeschlagen. Das ist der Grund, warum er sich zur
Erholung zurückgezogen hat. Das wird sicher noch ein oder zwei Wochen
in Anspruch nehmen.
ÖSTERREICH: Ein Diskotheken-Manager hat ausgesagt, noch
keine Anzeige bekommen zu haben – kann das sein? Schiavon:
Es muss ja nicht immer alles richtig sein, was jemand sagt. Die
Anzeige gibt es, der Markus ist von den Beamten befragt worden. Das
passiert nur dann, wenn es eine Anzeige gibt.
ÖSTERREICH: Der Italiener meint, es wäre alles ein
Missverständnis gewesen. Schiavon: Das höre ich
zum ersten Mal. Wenn, dann frage ich mich ernsthaft, was das für ein
Missverständnis mit einem vierköpfigen Schlägertrupp wohl sein kann.
ÖSTERREICH: Gibt es neue Erkenntnisse – haben Sie das
Beweis-Video der Diskothek schon gesehen? Schiavon: Ich
habe es noch nicht gesehen. Mir wurde der Inhalt kolportiert – der ist
ohnehin bekannt. Nachdem, was ich erfahren habe, ist das völlig
unspektakulär. Man sieht, wie Markus aus der Diskothek
hinauskomplimentiert wird – das hat er auch nie bestritten. Wenn das
alles ist, sage ich „Halleluja“.
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Fix ist: Rogan bastelt eifrig an einer neuen Karriere als Banker in New
York. Die Ausbildung zum Private Banker bei der Raiffeisenlandesbank NÖ/Wien
schloss er bereits ab: „Eine Herausforderung, die ich sehr genieße.“ Engen
Freunden erzählte er von seinen Plänen: Schon dieser Tage wollte er für zwei
Wochen in die Finanzmetropole New York fliegen, um seinen neuen Job zu
fixieren. Doch jetzt muss er wegen seiner Verletzung den Abflug verschieben.
Für seine Penthouse-Wohnung in Wien sucht er auf jeden Fall schon einen
Nachfolger.