Prozess gegen „Dr. Tod“

Jackos Tod

Prozess gegen „Dr. Tod“

Heute beginnt in Los Angeles der mit Hochspannung erwartete Prozess gegen den Leibarzt des 2009 verstorbenen Michael Jackson, Dr. Conrad Murray: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kardiologen vor, durch die Verabreichung des Narkosemittels Propofol seine ärztliche Sorgfaltspflicht verletzt zu haben und am Tod des „King of Pop“ mitverantwortlich zu sein. Jacko starb am 25. Juni 2009 in seiner Luxusvilla an Herzversagen, bei der Autopsie wurde nach dem Fund von 0,13 Milligramm des Mittels Propofol-Vergiftung als Todesursache genannt.

Stress vor Tour
Murrays Verteidiger wollen vor sieben Männern und fünf Frauen als Geschworene kontern: Jackson – schlaflos und hoch nervös wegen der bevorstehenden Konzertserie in London mit 50 Auftritten – habe hinter Murrays Rücken das Anästhetikum selbst geschluckt. Experten dürften widersprechen: Propofol könne nur intravenös und mit Hilfe von Ärzten verabreicht werden. Fest steht: Jackson war nach dem Mittel süchtig, nannte seinen Schlaftrunk „Milch“.

Der Prozess wird Amerika in Atem halten: Auch Jackos drei Kinder, Prince-Michael, Paris und Blanket könnten in den Zeugenstand geholt werden.

Autor: (bah)
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