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Sorge um

Ersatz gefunden

Sorge um "Jedermann" Tobias Moretti

Salzburg. Jetzt erwischt es auch Tobias Moretti. Der Star der Salzburger Festspiele und Darsteller des „Jedermann“ musste kurzfristig seine heutige Vorstellung um 21 Uhr absagen. Der Sorgen bereitende Grund: Moretti ist an einer akuten Lungenentzündung erkrankt. Das teilten die Salzburger Festspiele am Mittwoch mit. Die Bühne kann er derzeit nicht betreten.

Die Vorstellung ist allerdings nicht in Gefahr: Schauspiel-Kollege Philipp Hochmair (bekannt aus ORF-Hit Vorstadtweiber) erklärte sich kurzfristig bereit, heute Abend für ihn einzuspringen.

Wie lange Moretti ausfällt kann niemand beantworten

Wie lange Moretti ausfällt, ist noch nicht klar. Das hänge vom Krankheitsverlauf ab, so die Festivalleitung. „Ob er seine Lungenentzündung daheim oder im Spital auskuriert, ist Privatsache von Herrn Moretti“, sagte zudem Julia Lepke, Sprecherin der Festspiele im Bereich Schauspiel, zu ­ÖSTERREICH. Die übernächste reguläre Vorstellung findet am Samstag statt. Ob Moretti dann wieder bühnenfit ist, kann derzeit niemand beantworten. Er ist der Nächste in der langen Reihe von während der Hitzwelle Erkrankten (siehe unten).

Ersatz. Die Festivalleitung betonte, dass alle Karten ihre Gültigkeit behalten werden. Moretti-Ersatz Hochmair kann Salzburg- und auch Jedermann-Erfahrung vorweisen. Er präsentierte im Jahr 2013 im Rahmen des Young Directors Project dort eine Jedermann-Solo-Version.

Hitze-Schock als Turbo 
für "Sommergrippe" 

Nicht nur Stars wie Tobias Moretti sind jüngst erkrankt, auch im näheren Umfeld kennen jetzt viele Fälle von kranken Kollegen und Freunden – oder leiden selbst. Für den Sozialmediziner ­Michael Kunze keine Über­raschung: „Diese Hitze ist ein enormer Stress für den Körper“, sagt er zu ÖSTERREICH. „Es ist einfach so, dass die Kräfte der Immunabwehr sinken“, so der Mediziner. Und dann wird es schnell gefährlich und geht weit über eine „Sommergrippe“ hinaus.
 
Hitzeschock. „Hat jemand dazu eine Grunderkrankung, intensiviert sich die“, sagt Kunze. Herz und Kreislauf leiden besonders. „Dazu kommt noch der Hitzeschock, wenn sie aus dem klimatisierten Büro rausgehen.“
 
Der Flüssigkeitshaushalt ist jetzt rapide im Keller, warnt der Mediziner. „Dadurch kann das Blut eindicken, Schlaganfälle sind die Folge.“ Ältere seien besonders gefährdet, „denn die haben kein natürliches Durstgefühl mehr“. Zu viel trinken könne aber schaden, wenn Nieren oder Herz geschwächt sind.

Sterblichkeit. „Vor allem die lang anhaltende Hitze ist gefährlich“, sagt Kunze und warnt: „Es werden in diesem Sommer mehr Menschen sterben wegen der Hitze.“
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