Mit sieben schwarzen Basisteilen zum Erfolg Mit sieben schwarzen Basisteilen zum Erfolg

Donna Karan

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Mit sieben schwarzen Basisteilen zum Erfolg

Erfolge basieren oft auf simplen Ideen. Die "Erfindung" der Modeschöpferin Donna Karan waren sieben einfache Basisteile: Bodysuit, Wickelrock, tailliertes Sakko, Kaschmirpulli, Mantel, Hose und kleines Abendkleid. Alles in bequemen Materialien und in äußerst schmeichelhaftem Schwarz. Diese "seven easy pieces" machten sie 1984 über Nacht zum Superstar der New Yorker Designer-Branche und zur Königin der Seventh Avenue, des Modeviertels der amerikanischen Metropole. Am Donnerstag (2. Oktober) feiert Donna Karan ihren 60. Geburtstag.

Markenzeichen:Urbaner Chic
Der urbane Chic wurde quasi zum Markenzeichen der erfolgreichen Geschäftsfrau in New York und kam bei Hausfrauen genauso gut an. Das clevere Bausteinprinzip der Einzelteile ließ sich als Tages- wie als Abendgarderobe kombinieren. Sie mache "Mode für Menschen, die nicht wissen, wo der Tag sie hinführen wird", sagte die Modeschöpferin einmal in einem Interview. New York sei dabei ihre Inspiration: Die Stadt bestimme "das Tempo und die innere Einstellung".

Mode in die Wiege gelegt
Geboren wurde die Designerin 1948 als Donna Faske in New York. Ihr Vater Gabby Faske war Schneider und Kurzwarenhändler. Er starb, als sie drei Jahre alt war. Um die Familie durchzubringen, arbeitete Mutter Helen als Model und Handelsvertreterin. Mode war Donna Karan damit quasi in die Wiege gelegt. Sie studierte für knapp zwei Jahre an der Parsons School of Design in Manhattan.

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In drei Jahren hochgearbeitet
Mit einem Sommer-Praktikum bei Star-Designerin Anne Klein war die offizielle Ausbildung für die 19-Jährige schon wieder vorbei. Sie blieb bei Anne Klein und diente sich innerhalb von drei Jahren zur Designerin hoch. Nach dem Tod Kleins 1974 übernahm sie in Zusammenarbeit mit Louis Dell'Olio die Leitung der Firma. Im selben Jahr kam die einzige Tochter Gabrielle ("Gabby") zur Welt. Die Ehe mit Boutique-Besitzer Mark Karan wurde vier Jahre später geschieden.

Nicht jede Frau hat eine Elfentaille
Mit Unterstützung ihres zweiten Ehemanns, des Bildhauers Stephan Weiss, und der Finanzierung eines japanischen Unternehmens machte sie sich dann Anfang der 80er Jahre selbstständig. "Designerinnen verstehen einfach mehr vom Körper der Frau. Wir kennen ihre Gefühle und ihren Frust", sagte sie. Besser als ihre Kollegen wie Calvin Klein oder Ralph Lauren verstand die Designerin, die Kleidergröße 40/42 trägt: Nicht jede Frau hat eine Elfentaille. Kleidung sei dazu da, Problemzonen zu kaschieren und Schokoladenseiten herauszukehren.

DKNY: "Die Pizza zum Kaviar einer Kollektion"
Und weil auch ihre Tochter Gabby und ihre Freundinnen sich schön kleiden wollten, startete Karan einen neuen Trend: das Label DKNY mit neben der Couture-Linie erschwinglicheren Angeboten. "Die Pizza zum Kaviar einer Kollektion", wie Karan es nannte. Zahlreiche Star-Designer folgten späten diesem Beispiel.

Für 643 Millionen Dollar an Louis Vuitton
2001 verkaufte sie ihr Unternehmen für 643 Millionen Dollar an den französischen Luxuskonzern Louis Vuitton-Moet-Hennessy , zu dem auch Edelmarken wie Dior, Guerlain und Givenchy gehören. Sie sorgt aber weiterhin dafür, dass ihr Name ihren Stil verkauft.

Beliebter Red Carpet-Look
Stars tragen Donna Karan liebend gerne auf dem Roten Teppich. Und mit ihren Taschen lassen sich so unterschiedliche Promis wie Hollywood-Star Julianne Moore, Partygirl Nicole Richie und Chloe Sevigny im Alltag fotografieren.

Foto:(c)APA

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