Nachhaltigkeit bei Lebensmittel wichtig

Umfrage zeigt

Nachhaltigkeit bei Lebensmittel wichtig

Die Mehrheit der Österreicher achtet auf die Nachhaltigkeit ihres Lebensstils. Das ergab eine Online-Studie im Auftrag der Maßjeansschneiderei "Gebrüder Stitch", die am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde. Nachhaltig konsumiert wird demnach vor allem bei Lebensmitteln, die Gründe sind jedoch meist egoistisch.

Bereit mehr zu bezahlen
Allgemeiner Tenor der Studie: Je näher ein Produkt dem Konsumenten kommt, desto wichtiger wird Nachhaltigkeit. So achten etwa zwei Drittel der mehr als 1.000 Befragten zwischen 14 und 69 Jahren beim Kauf von Lebensmitteln auf deren nachhaltige Produktion, bei Kosmetik- und Körperprodukten rund 43 Prozent und für mehr als ein Drittel spielt die Nachhaltigkeit auch bei ihrer Kleidung eine Rolle. Den Ergebnissen zufolge wären Befürworter von Nachhaltigkeit auch bereit, bis zu zehn Prozent mehr für nachhaltig produzierte Produkte zu bezahlen. "Wir beobachten bei uns allerdings, dass eine individuelle Anpassung das Kaufmotiv Nummer eins ist. Für Nachhaltigkeit gibt es nicht so eine hohe Aufpreisbereitschaft", erklärt Moritz Piffl, Mitbegründer der "Gebrüder Stitch".

Egoistische Gründe

Relevante Themen beim Kauf von nachhaltigen Lebensmitteln sind aber laut Studie in erster Linie egoistischer Natur. Für 66 Prozent ist nämlich die Vermeidung von schädlichen Zusatzstoffen "sehr relevant". Fast ebenso wichtig ist die "Vermeidung umweltschädlicher Chemikalien"."Faire Entlohnung der Produzenten", "kurze Transportwege" und "Vermeidung der Aufnahme von gefährlichen Stoffen durch die Arbeiter" stehen erst viel weiter hinten.

Umweltschutz
Als Gründe, warum überhaupt nachhaltig gekauft wird, steht die Schonung und der Schutz der Umwelt bei 83 Prozent der Befragten klar auf Platz eins der Prioritätenliste, gefolgt vom "Wohl der kommenden Generationen" (71 Prozent), den "persönlichen Moralvorstellungen" (62 Prozent) und den "positiven Auswirkungen auf sich selbst" mit 54 Prozent. Bemerkenswert: Für mehr als die Hälfte der Österreicher steht beim Kauf von nachhaltigen Produkten das "Wohl der Tiere" (51 Prozent) deutlich vor den "positiven Auswirkungen auf die Arbeiter" (36 Prozent). "Überspitzt formuliert könnte man sagen: Dem Konsumenten ist die Kuh in Gramatneusiedl wichtiger als der Näher in Bangladesch", so Piffl.

Gütesiegel
Große Unterschiede zeigten sich bei der Bekanntheit von einzelnen Gütesiegeln. So kennen laut Studie 93 Prozent das "AMA Gütesiegel" für Lebensmittel und 74 Prozent das "Fairtrade"-Siegel für Bekleidung. Dem gegenüber gaben jedoch 60 Prozent der Studienteilnehmer an, kein Gütesiegel für nachhaltige Kosmetikprodukte zu kennen.
 

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