Neubau-Villa mit privatem Park

Homestory 34

© Astrid Bartl

Neubau-Villa mit privatem Park

Mit der lockeren Großzügigkeit einer US-amerikanischen Südstaaten-Villa, der weiblichen Verspieltheit eines italienischen Palazzos und der leisen Romantik eines Strandhauses der Coté d´Azur lässt sich dieses Hauses beschreiben: überaus großzügig in den Dimensionen, gediegen in der Ausstattung und minimal in der Dekoration – ein Spiegelbild des höchst individuellen Geschmackes der Eigentümer.

"Wir wollten kein hypermodernes Haus bauen, sondern einen Stil kreieren, der uns auch im Alter gefällt", betonen Franz und Andrea Sterba. Drei Jahre hat das Ehepaar an seinem Traumhaus geplant und dabei die Eindrücke und Ideen von Reisen und Magazinen als Inspirationsgrundlage genommen. "Der beauftragte Architekt durfte sich mehr als Zeichner, denn als Kreativer betätigen", erzählen die Hausbauer und ergänzen: "Was hat man von einem Designer-Haus, wenn es zum Leben völlig unpraktisch ist?" Es galt schließlich nicht nur ein Wohnhaus zu errichten, sondern auch das Kosmetik-Studio von Andrea Sterba so in die Villa zu integrieren, dass Stil und Gesamtkonzept des Wohnbaues nicht aufgrund der Anforderungen eines Geschäftslokales zurückstecken mussten.

Doch zurück zur individuellen Wohnphilosophie: "Wir haben weiters darauf geachtet, dass auf der Südseite unsere Wohn- und Schlafräume liegen. Die Funktionsräume und das Geschäft wurden auf der Nordseite positioniert" so Hobby-Architekt Franz Sterba. Glück oder Zufall? Die Ausrichtung des Grundstückes zwischen Straße und Nachbarn erwies sich für diese Planungsvorgabe als ideal. Apropos Grundstück: Mehr als 5000 Quadratmeter Parkanlage mit einem alten Baumbestand dürfen die Sterbas ihr Eigen nennen. Große Terrassenflächen gefliest mit unbehandeltem Sandstein erstrecken sich über die ganze Breite des Hauses. So lässt sich das Leben genießen - frei von neugierigen Blicken der Nachbarn.

Gut 400 Quadratmeter Wohnfläche steht der vierköpfigen Familie zur Verfügung. Wobei der hohe Dachboden noch nicht einmal ausgebaut ist. Gerade erst wurde der Fitness-Raum mit integrierter Sauna fertig gestellt. Auch die kleine Bar darf hier natürlich nicht fehlen. Auf ein Schmankerl ist der Hausherr besonders stolz: Im toten Raum unter der Sitzbank in der Sauna wurde ein Rotweinkühlschrank mit Tür nach Außen eingebaut. "Für die besinnliche Erholungszeit nach dem Saunieren" erläutert Franz Sterba.

Den zentralen Raum im Erdgeschoss bildet das Wohnzimmer, das sich in einen Ess- und Wohnbereich aufteilt. Dominiert wird der Raum von einem sehr modernen offenen Kamin mit Glastür. Der ist mehr dekorativ und weniger zum Heizen gedacht“, erzählt Franz Sterba und demonstriert nicht ohne Stolz die moderne Gastechnik des Kamins. "Holz müssen wir keines schleppen." Gleich neben dem Salon führt der Weg in die gemütliche Wohnküche. Ein besonderes Merkmal in der architektonischen Gesamtkonzeption ist auch, dass es vom jedem Raum im Erdgeschoss einen Zugang auf die Terrassen gibt.

Nur bei der Einrichtung waren sich Franz und Andrea Sterba nicht auf Anhieb einig. Frau Sterba träumte vom einem sachlich-nüchternen Stil, Herr Sterba wünschte sich die Behaglichkeit von warmem Holz. Ein Kompromiss wurde schnell gefunden: Weiß ist zwar die dominierende Farbe, wird aber perfekt unterbrochen vom satten Braunton der einzelnen Holzelemente. Generell wurde auf all zu üppige Möblierung verzichtet. Wozu auch? Die großen, lichtdurchfluteten Räume wirken auch für sich allein. Und für den Abend sorgt ein ausgeklügelte Beleuchtungssystem, eine kleine technische Spielerei des Hausherrn, für die passende Illumination.

Die Sitzmöbel am Esstisch so wie die Couchen wurden vom italienischen Traditionshaus Moroso importiert - edel und schlicht zugleich. Alle anderen Möbelteile sind Tischler-Maßanfertigungen, ebenfalls nach eigenen Entwürfen. Ein weiterer Beweis für den guten Geschmack der Hauserbauer.

Das obere Stockwerk, zu erreichen über ein großzügiges Treppenhaus, bildet schließlich den privaten Teil dieser im Gesamteindruck sehr repräsentativen Stadtvilla. Vom Haupt-Badezimmer aus lässt sich durch den begehbaren Schrank das Elternschlafzimmer betreten. „Wir haben versucht, so weit wie nur möglich auf das Aufstellen von Kleiderschränken zu verzichten“. Die beiden Söhne teilen sich ein zweites Badezimmer von ihren Zimmern aus. Auch hat sich der viel beschäftigte Manager hier im ersten Stock noch ein privates Büro eingerichtet.

"Wir haben versucht mit unserem Haus etwas zu schaffen, dass es in dieser Form noch nicht gibt", versucht Franz Sterba seine Wohnphilosophie auf den Punkt zu bringen. Sicher, das Rad lässt sich nicht neu erfinden, doch aus der Summe der Möglichkeiten haben die Sterbas die ideale, neue Mischung für ihr sehr spezielles Haus gefunden.

Freilich: Ganz perfekt kann es dann doch nicht sein. "Manchmal vermisse ich den schönen Blick über Wien, wie ich ihn von anderen Häusern kenne", meint Franz Sterba mit einem Augenzwinkern. Dafür wird sicherlich der neue Indoor-Pool entschädigen, der gerade in der Schwimmhalle fertig gestellt wird. Das Freibad im Park gibt es sowieso schon längst …

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