Kärnten schwindelt bei den Lehrern Kärnten schwindelt bei den Lehrern

Zu viele Lehrer

© Raunig

 

Kärnten schwindelt bei den Lehrern

Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka bekommt einen dicken Hals. Wieder ist es Kärnten, das negative Furore macht: Mit Stand Ende Juni beschäftigt Kärnten 685 Landeslehrer mehr, als der Finanzausgleich zulässt. Bezahlen muss das der Bund.

Lopatka zu ÖSTERREICH: „Insgesamt haben alle Länder 2.015 Lehrer zu viel eingestellt. Doch während etwa Salzburg das Limit kaum überschreitet, hat Kärnten ein Drittel aller überplanmäßigen Lehrer.“ Im Oktober werden die Stellenpläne nochmals geprüft – dann wird der Bund 25 Mio. Euro allein von Kärnten rückfordern. Allerdings deckt das die Kosten nicht, weil der Bund pro Plan-Übertretung nur je ein Junglehrergehalt rückerstattet bekommt – die beschäftigten Lehrer aber de facto teurer sind.

Lopatka ist auch deswegen so sauer, weil „Kärnten schon seit Jahren über seine Verhältnisse lebt“, wie er gegenüber ÖSTERREICH betont. Und er listet auf:

  • Beamtenpensionen. Laut Finanzausgleich hätte Kärnten die Pensionsreform bis 2009 finanziell gleichwertig nachvollziehen müssen. „Zwar behauptet Kärnten, seine Hausaufhaben gemacht zu haben. Der Rechnungshof hat aber geprüft und festgestellt: Es stimmt nicht. Von 199 Mio. erreicht Kärnten nur die Hälfte des Sparvolumens“, so Lopatka.
  • Haftungen. Auch bei Haftungen gab sich Kärnten (in Sachen Hypo Alpe Adria) großzügig, am Höhepunkt 2006 waren es 24,7 Milliarden – Ende 2009 immerhin 19 Mrd. Euro. Lopatka: „Auch hier gilt: Allein Kärnten hat fast ein Drittel aller Landeshaftungen übernommen.“

Lopatka für Sanktionen
Für Lopatka ist klar, dass im nächsten Finanzausgleich Sanktionen für Länder kommen müssen, die Budgetvereinbarungen nicht einhalten: „Das sollte so wie in der EU sein: Werden die Ziele nicht erreicht, behält der Bund Geld ein.“

Allerdings sieht der ÖVP-Politiker das nicht als Einbahnstraße: Auch der Bund soll zahlen müssen, wenn er die Budgetvorgaben nicht erfüllt.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Top Gelesen 1 / 10
SO sieht Strache jetzt aus
Totale Typ-Veränderung SO sieht Strache jetzt aus
Da staunen politische Beobachter nicht schlecht. 1
21-Jährige in Salzburg vergewaltigt
Sex-Attacke 21-Jährige in Salzburg vergewaltigt
Junge Frau brutal attackiert - Täter auf der Flucht 2
Waxing-Lady muss Mega-Strafe zahlen
Das ist der Grund Waxing-Lady muss Mega-Strafe zahlen
Jetzt eskaliert der Streit zwischen der Beauty-Bar-Chefin und den Behörden endgültig. 3
Hund in Wäschetrockner getötet: Besitzerin hat gelogen
Es war alles ganz anders Hund in Wäschetrockner getötet: Besitzerin hat gelogen
Der tragische Tod des kleinen Gizmo erschütterte ganz Österreich. 4
Niederösterreich: Polizei warnt vor Kindesentführer
Aufregung Niederösterreich: Polizei warnt vor Kindesentführer
Ein Fremder, der gebrochen Deutsch redete, sprach einen Neunjährigen an. 5
Polizei warnt: So groß ist die Gefahr bei uns
1.000 Jihadisten in Österreich Polizei warnt: So groß ist die Gefahr bei uns
In Österreich gibt es eine starke radikal-islamistische Szene. Und viele ISIS-Kämpfer. 7
FPÖ wütet nach Wolf-Tweet
Zu Workshop FPÖ wütet nach Wolf-Tweet
Der ORF-Star gerät wieder einmal ins Visier der Freiheitlichen. 8
Spektakulärer Brand und Explosion in Wien
Holzschuppen in Flammen Spektakulärer Brand und Explosion in Wien
Eine Gasflasche entzündete sich als die Feuerwehr eintraf und explodierte. 9
Mord-Alarm in Wien: Sohn (16) ersticht eigene Mutter
Wien-Penzing Mord-Alarm in Wien: Sohn (16) ersticht eigene Mutter
Der Jugendliche alarmierte selbst die Rettungskräfte und zeigte sich geständig. 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen