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15.000 Polizisten 
zum DNA-Test

Millionen-Projekt

15.000 Polizisten 
zum DNA-Test

Es sind Szenen, die bisher nur aus der Verbrechensbekämpfung bekannt waren: Im Bundeskriminalamt (BK) und in den Landespolizeikommanden werden seit Wochen Tausende DNA-Proben und Fingerabdrücke gesammelt. Nur: Nicht Verdächtige, sondern die Polizisten selbst stehen genau unter der Lupe.

Das Projekt nennt sich „Police Elimination Database“ und hat das Ziel, Spuren von Polizisten an Tatorten von jenen der Verbrecher zu trennen. „Dafür brauchen wir die DNA und die Fingerabdrücke der Beamten“, sagt die Polizei. Die Daten werden im BK in einer zentralen Datenbank gespeichert.

Konkret betroffen sind Tatort- und Spurenbeamte und all jene, die gelegentlich zu Tatorten kommen – für sie ist die Teilnahme allerdings freiwillig. In Summe sollen bis zu 15.000 Beamte erfasst werden. Silvia Strasser vom BK: „Das Projekt ist zum Schutz der Polizisten. Es konnten schon 222 DNA-Spuren und 166 Fingerabdrücke von Beamten ausgesiebt werden.“

Doch nicht alle Polizisten sind begeistert. „Es ist de facto eine Muss-Bestimmung. Uns wurde gesagt, wer nicht dabei ist, der kann die Stelle im Kriminaldienst vergessen“, sagt ein Beamter, der anonym bleiben will, zu ÖSTERREICH. Ein Kriminalist aus NÖ: „Ich frage mich, wer das alles zahlt. Ein DNA-Test kostet mehrere Hundert Euro.“ Insidern zufolge sollen bis zu 25 Prozent, also fast 4.000 Polizisten, sehr skeptisch sein. Besonders groß soll der Widerstand in Tirol sein.

Autor: Jochen Prüller
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