Armenier-Trio nach Überfall-Serie gefasst

Fahndungserfolg

© Schwarzl

Armenier-Trio nach Überfall-Serie gefasst

Mit der Festnahme von drei Armeniern sind fünf Überfälle auf Tankstellen in Niederösterreich und Wien geklärt worden. Die Taten sind in den vergangenen zwei Monaten verübt worden. Die Verdächtigen seien teilgeständig, berichteten der niederösterreichische Sicherheitsdirektor Franz Prucher und der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes NÖ, Ernst Schuch.

Teilgeständig
Schauplätze der Überfälle waren Tankstellen in Guntramsdorf im Bezirk Mödling (29. Jänner), Neunkirchen (5. Februar), Leobersdorf im Bezirk Baden (25. Februar), in Baden am Donnerstag vergangener Woche sowie am Sonntag in Wien-Leopoldstadt. Das verdächtige Trio - Jak A. (23), wohnhaft in Wien-Hernals, Vahe David A. (19), im Bezirk Steyr ansässig, und Sarkis Z. (24) mit Wohnsitz im Bezirk Wiener Neustadt - wurde unmittelbar nach dem jüngsten Coup festgenommen, berichteten die Kriminalisten.

Pokerspiel
Die fünfstellige Raubbeute aus den Überfällen sollen die Armenier untereinander aufgeteilt und in diversen Lokalen sowie beim Pokerspiel ausgegeben haben. Das Trio wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Ob die Männer für weitere strafrechtliche Delikte infrage kommen, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Bei ihrem jüngsten Coup sollen die mit Sturmhauben maskierten Beschuldigten am Sonntag um 0.40 Uhr in eine Tankstelle in Wien-Leopoldstadt gestürmt sein. Eine Angestellte und zwei Kunden wurden mit Faustfeuerwaffen bedroht. Das Trio entkam mit einem vierstelligen Betrag aus der Kassa, wurde jedoch wenig später gestellt. Einer der Männer soll noch versucht haben, zu einer Waffe auf dem Rücksitz des Fluchtwagens zu gelangen, was von den einschreitenden Polizeikräften verhindert worden sei.

Die Serie der den Armeniern zur Last gelegten Überfälle begann am Abend des 29. Jänner in Guntramsdorf. "Machst Du Kassa auf", wurde eine 37-jährige Angestellte von maskierten und bewaffneten Täter bedroht. Die Frau erlitt einen schweren Schock. "Schnell, schnell, Geld her", hieß nur eine Woche später, ebenfalls in den Abendstunden, in Neunkirchen. Auch hier war eine Mitarbeiterin das Opfer. Am Abend des 25. Februar sah sich ein Tankwart (38) in Leobersdorf einem maskierten und bewaffneten Trio gegenüber. Auch er musste die Kassenlade öffnen. Am vergangenen Donnerstagabend wurde eine Tankstelle in Baden heimgesucht. Eine 46-jährige Angestellte wurde ebenso wie drei Kunden mit Waffen bedroht.

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