26. Juli 2010 18:43
Ein 62-jähriger Pensionist aus der Stadt Salzburg ist am Montag im
Gemeindegebiet von Grödig (Flachgau) wegen Verdachtes des gewerbsmäßigen
Betruges festgenommen worden. Der Pensionist bestritt seinen Lebensunterhalt
durch das Anbieten von nicht existenten hochpreisigen Audi Neufahrzeugen in
Südbayern und Bundesland Salzburg. Bisher wurden acht Geschädigte mit einer
Schadenssumme von 150.000 Euro ausgeforscht, teilte die Polizei mit.
Vermögende Kunden
Der Pensionist, der erst vor sechs Monaten
nach einer mehrjährigen Haftstrafe wegen schweren Betruges entlassen worden
war, begab sich zu einem südbayrischen Kfz-Handelsbetrieb und gab dort vor,
aufgrund seiner beruflichen Position als langjähriger Immobilienmakler stets
mit vermögenden Geschäftskunden Kontakt zu haben, und er könne deshalb diese
hochpreisigen Fahrzeuge auf Provisionsbasis verkaufen.
Natürlich würde er zu Vorführzwecken ein entsprechendes Audi Neufahrzeug
benötigen, und ein Autohaus stellte ihm ein Neufahrzeug - ein Audi A5 Cabrio
- im Wert von 60.000 Euro für diese Tätigkeit zur Verfügung.
Fahrzeuge gab es nicht
Ausgestattet mit dem sündteuren Auto
schaltete der 62-Jährige nun in Printmedien und Internetplattformen
Einschaltungen, wonach er Audi Neufahrzeuge zu einem "tollen Preis " zum
Verkauf anbot. Den Kaufpreis mit ca. 50 Prozent Rabatt erklärte er den
Endkunden damit, dass ihm als langjähriges Vorstandsmitglied eines
Auto-Konzerns pro Jahr eben fünf Fahrzeuge der Hochpreiskategorie zustünden.
Nach erstellten Kaufverträgen mit den Endkunden waren nun Anzahlungen auf
ein von ihm angegebenes Konto im Bereich von 15.000 bis 20.000 Euro zu
leisten. Zu einer Fahrzeuglieferung kam es natürlich nie. Im Bundesland
Salzburg wurde dieses Geschäftsmodell von dem Pensionisten seit Anfang Mai
2010 betrieben.