Im Februar spielte das Wetter verrückt

35 Grad Unterschied

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Im Februar spielte das Wetter verrückt

20,6 Grad am 7. Februar - im südlichen Niederösterreich kletterten die Temperaturen zu einer Jahreszeit, in der eigentlich eisige Kälte angesagt gewesen wäre, in schwindelerregende Höhen. In ganz Ostösterreich blieben die dicken Mäntel daheim, selbst in der Wiener Innenstadt zeigten die Thermometer 18 Grad an. Doch als wieder einmal alle glaubten, der Winter sei vorbei, schlug ebendieser voll zurück. Minus 14,4 Grad in Litschau (Waldviertel) in der Nacht auf heute, Dienstag, ergeben eine Differenz von 35 Grad.

Zwischenfrühling
"Von Westen her hat sich Anfang Februar ausgesprochen milde Atlantikluft im Alpenraum festgesetzt und sorgte verbreitet für Werte von zehn bis 15 Grad; punktuell wurde sogar die 20-Grad-Marke geknackt. Es war Frühling zu einer Zeit, in der eigentlich der Winter regieren sollte. Über Tage hinweg sorgten milde Temperaturen und Sonnenschein für Eindrücke, wie man sie sonst eher erst Ende März oder im April erwarten kann", erklärte Klimatologe Gerhard Hohenwarter von der ZAMG in Wien. Die Temperaturen lagen über Tage hinweg um fünf bis zehn Grad über dem vieljährigen Durchschnitt.

Klirrende Kälte
Doch dann kündigten acht Tage Hochnebel (besonders in Ostösterreich) einen heftigen Wetterumschwung an. Kaum war der Nebel verschwunden, purzelten die Temperaturen. "Am Rande eines Hochdruckgebietes über Osteuropa wurde kalte Luft nach Ostösterreich transportiert, die Tageshöchstwerte kamen über minus drei Grad kaum hinaus", so Hohenwarter. Der 21. Februar markierte den bisherigen Höhe- bzw. Tiefpunkt dieser Entwicklung: Minus 7,8 Grad in Mönichkirchen am Tag sowie minus 14,4 Grad in Litschau in der Nacht ließen den "Zwischenfrühling" vom Monatsbeginn endgültig vergessen.

"Wer den Frühling herbeisehnt, muss noch etwas Geduld haben. Zumindest bis zum Wochenende bleibt es besonders in Ostösterreich hochwinterlich kalt. Im Westen kann man sich in den Skigebieten hingegen auf weiteren Neuschnee freuen", prognostizierte Hohenwarter. Und allen Fans des Frühlings sei verraten, dass der März aktuellen Langfristprognosen zufolge ohnehin tendenziell zu warm verlaufen wird.

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