Mord im Flachgau: Sexspiele gerieten außer Kontrolle

Mutmaßliche Tötung

Mord im Flachgau: Sexspiele gerieten außer Kontrolle

 Im mutmaßlichen Mordfall von Mattsee im Salzburger Flachgau sind weitere Details bekannt geworden. Die 60-jährige Verdächtige sagte gegenüber Ermittlern, dass ihr die Sexspiele mit dem 73-jährigen Hausbesitzer zu viel geworden seien. Sie habe dem Mann, der vermutlich ein Potenzmittel genommen habe, fünf bis sechs Schlaftabletten gegeben. Am nächsten Tag habe sie ihn tot im Bett aufgefunden.

Im Rahmen der Liebesspiele sei auch Alkohol konsumiert worden, schilderte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Fischer, am Donnerstag gegenüber der APA die Angaben der beschuldigten deutschen Staatsbürgerin. Die Frau habe erklärt, dass sie dem Mann die Schlaftabletten gegeben und zu ihm gesagt habe "leg dich nieder".

Die in Berlin geborene Verdächtige hat in der Vorwoche bereits gestanden, dass sie die Leiche des Flachgauers in einen Müllcontainer, der sich in seiner Garage befand, gesteckt hatte. Mit dem Tod des 73-Jährigen will sie aber weiterhin nichts zu tun haben. Laut Obduktionsergebnis dürfte der Mann Anfang Juni verstorben sein. Die Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen stehen noch aus.

Leiche in Müllcontainer entdeckt

Die Polizei hat am 27. Juni die Leiche des pensionierten Handwerkers in dem Müllcontainer entdeckt. Sie war in Kunststoffplanen und -säcken sowie in einem Leintuch eingewickelt und bereits stark verwest. Die Beamten hatten sich beim Haus des Mannes umgesehen, nachdem Nachbarn und seine Ex-Frau die Exekutive verständigt hatten, weil sie schon längere Zeit kein Lebenszeichen mehr vom 73-Jährigen erhalten hatten.

Anrainer hatten zudem beobachtet, wie die Beschuldigte Gegenstände aus dem Haus des 73-Jährigen getragen hatte. Wie sich in der Vorwoche herausstellte, hatte sie das Auto des Mattseers inzwischen via E-Bay um mehrere tausend Euro verkauft. Die Polizei geht davon aus, dass der Verkauf nach dem Ableben des Handwerkers erfolgt ist.

Die 60-Jährige wurde noch am 27. Juni in Oberösterreich festgenommen. Sie war mit drei Haftbefehlen wegen Eigentumsdelikten gesucht worden. Die Beschuldigte sitzt derzeit in der Justizanstalt Salzburg in Untersuchungshaft. Die nächste Haftprüfungsverhandlung findet laut Staatsanwältin Fischer am 14. Juli statt.
 

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