Weniger Straftaten - bessere Aufklärung

Kriminalstatistik

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Weniger Straftaten - bessere Aufklärung

Die aktuellen Zahlen der Kriminalstatistik zeichnen ein beruhigendes Bild. Die Zahl der Anzeigen ging im Vergleich zum Vorjahr bundesweit zurück: Mit 49.599 Strafdelikten wurden im Oktober 2009 um 4,86 Prozent weniger Fälle angezeigt als im Oktober 2008. Damals wurden 52.139 Fälle zur Anzeige gebracht. Bereits im September 2009 wurden um 3,39 Prozent weniger Delikte angezeigt als im September des Vorjahres.

Insgesamt wurden von Jänner bis Oktober 2009 bundesweit 490.251 Strafdelikte angezeigt. Das bedeutet - trotz der positiven Entwicklung seit Sommer - um 3,3 Prozent mehr angezeigte Straftaten als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zurückzuführen ist das Plus auf die Zahl an Straftaten, die in der ersten Jahreshälfte angezeigt wurden.

Mehr Fälle aufgeklärt
Die Aufklärungsquote konnte von Jänner bis Oktober bundesweit um 1,1 Prozent auf 39,4 Prozent gesteigert werden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug sie 38,3 Prozent. Noch deutlicher fällt der Vergleich der Monate Oktober 2009 mit Oktober 2008 aus: im Oktober 2008 betrug die Aufklärungsrate bundesweit 38,4 Prozent, im Oktober 2009 betrug sie 39,9 Prozent. Damit nähert sie sich seit einigen Monaten kontinuierlich der 40-Prozent-Marke an.

Die Zahl der geklärten Fälle konnte von Jänner bis Oktober 2009 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent gesteigert werden. Verantwortlich dafür sind u.a. bundesweite kriminalpolizeiliche Schwerpunktaktionen, die intensive Schulung der Polizisten und Polizistinnen im Bereich der Tatortarbeit und eine verstärkte DNA-Auswertung. Hinzu kommt das so genannte "Tatort-Monitoring", das die konsequente Auswertung aller Tatorte im Deliktsbereich Einbruchsdiebstahl und eine verstärkte Vernetzung der Spurenauswertung ermöglicht.

Die höchsten Steigerungen bei der Aufklärungsquote verzeichneten die Bundesländer Kärnten mit 2,9 Prozent, Tirol mit 2,5 Prozent, Salzburg mit 2 Prozent und Oberösterreich mit 1,8 Prozent. Vorarlberg weist in der aktuellen Statistik die höchste Aufklärungsquote mit 55,4 Prozent auf. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die zweithöchste Aufklärungsquote gab es in Oberösterreich und dem Burgenland mit jeweils 50,6 Prozent.

Rückgang der Jugendkriminalität
Die Daten der Oktoberstatistik zeigen auch einen deutlichen Rückgang im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist bei den 10- bis 14-Jährigen ein Minus von 15,4 Prozent und bei den Jugendlichen unter 18 Jahren ein Minus von 10,4 Prozent zu verzeichnen.

Kriminalstatistik Vergleich Jänner bis Oktober 2008/2009

Angezeigte Fälle

Jän-Okt 2008

Jän-Okt 2009

Veränderung in %

Burgenland

7.811

7.852

0,5

Kärnten

25.175

26.263

4,3

Niederösterreich

66.862

68.098

1,8

Oberösterreich

63.514

61.664

-2,9

Salzburg

28.028

27.679

-1,2

Steiermark

48.736

48.597

-0,3

Tirol

40.155

38.983

-2,9

Vorarlberg

17.268

18.904

9,5

Wien

176.875

192.211

8,7

Österreich Gesamt

474.424

490.251

3,3

Geklärte Fälle

Jän-Okt 2008

Jän-Okt 2009

Veränderung in %

Burgenland

3.938

3.977

1,0

Kärnten

11.026

12.257

11,2

Niederösterreich

26.936

27.918

3,6

Oberösterreich

31.011

31.225

0,7

Salzburg

11.225

11.646

3,7

Steiermark

20.760

20.927

0,8

Tirol

17.647

18.110

2,6

Vorarlberg

9.462

10.480

10,8

Wien

49.718

56.428

13,5

Österreich Gesamt

181.723

192.968

6,2

Aufklärungsquoten

Jän-Okt 2008

Jän-Okt 2009

Veränderung in %

Burgenland

50,42%

50,65%

0,2

Kärnten

43,80%

46,67%

2,9

Niederösterreich

40,29%

41,00%

0,7

Oberösterreich

48,83%

50,64%

1,8

Salzburg

40,05%

42,08%

2,0

Steiermark

42,60%

43,06%

0,5

Tirol

43,95%

46,46%

2,5

Vorarlberg

54,79%

55,44%

0,6

Wien

28,11%

29,36%

1,2

Österreich Gesamt

38,30%

39,36%

1,0

~

Tabelle 3: Statistik Kinder und Jugendkriminalität Vergleich Jänner bis Oktober 2008/2009

Altersgruppen Jän-Okt 2008 Jän-Okt 2009 Veränderung in %

~

10 bis unter 14 J. 5.644 4.776 -15,4%

14 bis unter 18 J. 29.751 26.647 -10,4%

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