Kärntner verstecken Bombe in Osterfeuer

Bombenbastler

© dpa

Kärntner verstecken Bombe in Osterfeuer

Ein Osterfeuer in der kleinen Ortschaft Gablern bei Eberndorf hätte am Wochenende blutig enden können. Vier junge Männer hatten eine selbst gebastelte Bombe, bestehend aus einem Plastikkanister mit Unkrautsalz und Zucker, in dem Holzhaufen versteckt. Zum Glück wurde der Sprengsatz aber noch rechtzeitig entdeckt. Wäre die Bombe detoniert, hätte es mitunter sogar Tote geben können. Nachdem die Polizei mit einem Großaufgebot in Gablern am Tatort erschien und die Fahndung nach den Tätern voll anlief, bekam das Bastler-Quartett ein schlechtes Gewissen und meldete sich bei der Polizei. „Wir wollten den Leuten und Freunden nur einen Streich spielen“, so der 22-jährige Schlosser, ein 23-jähriger und ein 27-jähriger Maschinenschlosser und ein 28-jähriger Kfz-Mechaniker gegenüber den verdutzten Beamten.

Zündung war defekt
Der Aufklärung gingen freilich dramatische Stunden voraus: Die vier pirschten sich mit ihrer Höllenmaschine in der Dunkelheit an die Rückseite des hoch aufgetürmten Osterhaufens an und spulten eine etwa 20 Meter lange Zündschur ab, die in den nahen dichten Wald verschwand. „Doch zum Glück aller hat die Zündung, als sie abdrücken wollten, nicht funktioniert“, so ein Beamter der Inspektion Eberndorf. „Weiß Gott, was da passiert wäre, wenn das Gemisch in die Luft geflogen wäre, es hätte wohl Schwerverletzte und auch Panik gegeben“, so der Polizist. Und: „Entdeckt wurde das brisante Osterei, als die vier auch noch versuchten, die Zündung zu reparieren und mit Handybeleuchtung und Taschenlampen herumfuchtelten.“

Entminungsdienst benötigt
Besucher, die den Osterhaufen schon umlagerten, hielten Nachschau, entdeckten die Höllenmaschine und verständigten die Polizei. Die vier flüchteten, stellten sich aber später. Sie wurden wegen Gemeingefährdung angezeigt. Zur Entschärfung und Vernichtung des Sprengstoffes musste der Entminungsdienst ausrücken. Die Kosten des brisanten Einsatzes müssen die Bastler bezahlen. Spät aber doch konnten der Osterhaufen gegen Mitternacht des Karsamstag dann doch noch abgebrannt werden.

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