Karawankentunnel wird bis 2022 voll ausgebaut

Kärnten

Karawankentunnel wird bis 2022 voll ausgebaut

Der Karawankentunnel (A 11) an der Grenze zu Slowenien wird bis 2022 mit einer zweiten Röhre voll ausgebaut. Das gab Asfinag-Vorstand Alois Schedl am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt bekannt. Der Tunnelausbau ist das größte Kärntner Projekt im Bauprogramm 2015 bis 2020. Weitere Vorhaben sind der Sicherheitsausbau der Klagenfurter Schnellstraße S 37 sowie mehrere Tunnelsanierungen.

In die Erweiterung des 7,9 Kilometer langen Karawankentunnels fließen vonseiten der Asfinag 185 Mio. Euro. Der kleinere Tunnelabschnitt liegt in Slowenien. Das südliche Nachbarland steuert 140 Mio. Euro bei. Baubeginn ist im Herbst, in einem ersten Schritt muss der Bereich vor dem künftigen Tunnelportal gebaut werden. Dazu gehört auch eine fast 350 Meter lange Brücke. Der Neubau der zweiten Röhre soll 2020 abgeschlossen sein, dann wird noch die bestehende Röhre saniert. Die Verkehrsfreigabe des zweiröhrigen Karawankentunnels ist für das Jahr 2022 vorgesehen.

S37 wird ausgebaut
Der Sicherheitsausbau der Schnellstraße S 37 zwischen Klagenfurt und der Bezirksstadt St. Veit/Glan wird 36 Mio. Euro kosten. Ab Oktober wird die Straße um gut fünf Meter verbreitert, um die Dimension der Fahrstreifen jener von Autobahnen anzupassen. Außerdem wird eine Mitteltrennung durch Betonleitwände errichtet. Der Ausbau soll im Sommer 2017 abgeschlossen werden. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 100 soll nach dem Ausbau bleiben, ebenso die Vignettenpflicht.

Weitere Sanierungen
Weiters werden mehrere Tunnel und Autobahnabschnitte in Kärnten saniert: Die Arbeiten an der Tunnelkette Nordumfahrung Klagenfurt (A 2) wird in den nächsten Monaten fertiggestellt. Im Südautobahn-Abschnitt zwischen Wolfsberg Süd und St. Andrä werden unter anderem Fahrbahn und Rampen erneuert. Im Herbst und Frühjahr wird hier der Verkehr mit einer Spur geführt, im Sommer zweispurig in jede Richtung. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Entlang der Tauernautobahn (A 10) wird der Oswaldibergtunnel bei Villach um 44,5 Mio. Euro saniert, in die Erneuerung des Kroislerwandtunnels fließen 6,3 Mio. Euro. Weitere Arbeiten wird es an der Unterflurtrasse St. Niklas an der Karawankenautobahn geben.

Laut Schedl werden sämtliche Baulose den Vergaberichtlinien entsprechend europaweit ausgeschrieben. In der Regel seien aber immer auch österreichische Unternehmen an den Bietergruppen beteiligt, sagte er. Finanziert werden die Projekte aus den Einnahmen der Asfinag durch Lkw-Maut, Vignette und Sondermauten. Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) sagte, man werde speziell beim Karawankentunnel versuchen, zusätzlich EU-Mittel zu lukrieren. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) erhofft sich von den Investitionen der Asfinag positive Auswirkungen auf den Kärntner Arbeitsmarkt.
 

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