Vor dem Tod nahm Haider Glückspillen Vor dem Tod nahm Haider Glückspillen

Sunny Soul

 

 

Vor dem Tod nahm Haider Glückspillen

Der tragische Unfalltod des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (58) in den frühen Morgenstunden des 11. Oktober sorgt sowohl in Österreich als auch international weiter für gehöriges Aufsehen. Immer noch nicht sind alle Umstände restlos geklärt. Auch die Frage, ob Haider zum Todeszeitpunkt vom Handy abgelenkt war, soll nun geklärt werden.

Glückspillen
Das offizielle Obduktionsergebnis der Grazer Gerichtsmedizin belegte nach einer viereinhalbstündigen Untersuchung eindeutig, dass neben Alkohol (exakt 1,77 Promille) keinerlei Drogen oder Psychopharmaka im Spiel waren. Doch im Wagen wurde eine Packung Sunny Soul gefunden.

Klar ist aber auch: Haider nahm Stimmungsaufheller des Unternehmens Ökopharm. Jeden Tag schluckte er zwei Pillen des in Apotheken frei erhältlichen Präparats "Sunny Soul".

„Wenn man glaubt, es geht nicht mehr ...“, wird das Produkt beworben. Es muss zumindest drei bis sechs Monate regelmäßig genommen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen: Stressabbau und Verbesserung von Antriebslosigkeit und depressiver Gemütslage. 29,90 Euro ist pro Monat dafür zu bezahlen. Laut Packungsbeilage kann "Sunny Soul" problemlos mit anderen, härteren Psychopharmaka genommen werden.

Polizei-Untersuchung
Für Aufregung sorgen auch die offenbar von der Polizei freigegebenen Fotos aus Jörg Haiders Unfallwagen. Claudia Haider soll Freunden zufolge tief enttäuscht darüber sein. Auch das Innenministerium will nun von der Kärntner Exekutive Aufklärung in dieser Causa. Klagenfurts Polizeidirektor Ernst Frießnegger sagt zu ÖSTERREICH: „Wir klären das gerade ab, ob die Fotos tatsächlich auch von der Polizei stammen.“

Haider-Museum?
Der geleaste Unfallwagen, der zwei Tonnen schwere VW Phaeton, wurde mittlerweile von der Kärntner Landesregierung angekauft. Es soll verhindert werden, dass das Auto so wie Haiders früherer Unfallwagen, ein BMW, auf eBay im Internet versteigert wird. Der Wagen soll – so wird derzeit angedacht – als Skulptur in ein „Haider-Museum“ kommen.

Foto: (c) ermo

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