26-Jähriger schoss mehrmals auf Türsteher

Eklat vor Disco

© TZ ÖSTERREICH

26-Jähriger schoss mehrmals auf Türsteher

Bis zu zwölfmal soll ein 26-Jähriger Anfang Dezember 2007 vor einer Disco in Baden auf einen Türsteher gefeuert haben. Der 27-jährige Security wurde von sechs Schüssen getroffen und schwerst verletzt. Der mutmaßliche Täter musste sich deshalb am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen versuchten Mordes in einem Fall verantworten. Die Anklage wurde im Laufe des Verfahrens auf zweifachen versuchten Mord ausgeweitet. Die Verhandlung wurde auf 20. November vertragt.

Der Zutritt wurde ihm verwehrt
Die Bluttat am 2. Dezember hatte ihren Ausgang darin, dass dem beschuldigten Österreicher und zwei Bekannten der Zutritt zu der Disco verweigert worden war. Der Angeklagte dürfte in der Folge aus seiner Wohnung eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter geholt haben. Anschließend kehrte er mit einem seiner zwei Begleiter mit einem Taxi zurück zur Bar zurück. Das Opfer soll dem Duo durch die Verglasung des Eingangs mittels Kopfschütteln neuerlich klar gemacht, dass es keinen Einlass gebe. Daraufhin soll der 26-Jährige die Waffe gezogen und aus einer Entfernung von etwa einem Meter auf den 27-Jährigen gefeuert haben. Der Security wurde an der Hüfte, einem Bein und einem Arm getroffen und brach zusammen. Das Opfer wurde im Krankenhaus notoperiert.

Nach den Schüssen flüchtete der Verdächtige zunächst nach Ungarn und stellte sich zwölf Tage nach der Bluttat am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) den österreichischen Behörden.

Zwei Schüsse haben das zweite Opfer verfehlt
Die Anklage gegen den 26-Jährigen wurde im Lauf des Verfahrens ausgeweitet. Der gebürtige Kosovare habe nicht nur auf das spätere Opfer, sondern auch auf einen Security-Kollegen gezielt, der sich neben dem 27-Jährigen befunden hatte. Der zweite Türsteher flüchtete, zwei Schüsse hätten den Mann knapp verfehlt.

Der 26-Jährige bekannte sich nicht schuldig. Er habe nicht absichtlich auf den 27-Jährigen gefeuert, sagte der Angeklagte am Dienstag zu Birgit Borns, vorsitzende Richterin des Geschworenensenats. Vielmehr habe er das Schloss der Glastür aufschießen wollen. Die Verhandlung wurde zwecks Ladung weiterer Zeugen und Sachverständiger vertagt.

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