Häftling in Badewanne vebrüht - tot

Skandal in Stein

Häftling in Badewanne vebrüht - tot

In der Justizanstalt Stein ist ein Häftling nach einem zu heißen Bad verstorben. Der Vorfall ereignete sich laut Staatsanwaltschaft bereits im Februar 2013, im September erlag der Mann seinen Verletzungen. Fremdverschulden wurde ausgeschlossen. Erst im Mai war der Fall eines verwahrlosten Häftlings in der Justizanstalt bekannt geworden. Zudem nahm sich dort wenig später ein Insasse das Leben.

Zu der "Selbstschädigung des Insassen" war es am 16. Februar in der Sonderkrankenanstalt des Gefängnisses gekommen, bestätigte Hütter einen Medienbericht. "Der Mann befand sich in einer Badewanne mit geringem Wasserstand, als eine Krankenschwester das Zimmer kurz verließ, um frische Kleidung zu holen. Währenddessen ließ der 58-Jährige heißes Wasser ein", berichtete der Sprecher.

Verfahren eingestellt
Als die Krankenschwester zurückkam, habe sie das Wasser abdrehen wollen, sei aber vom Häftling daran gehindert worden. Er habe sich in der Folge schwere Verbrennungen zugezogen und sei unter anderem im Landesklinikum St. Pölten behandelt worden. Die Staatsanwaltschaft Krems nahm die Ermittlungen auf. Laut Hütter wurde das Verfahren aber im April eingestellt.

Der Insasse starb am 27. September in der Justizanstalt. "Die Obduktion ergab, dass er nach den Verbrühungen und dem Hinzutreten von schweren Komplikationen an einem Herz-Kreislaufversagen gestorben ist", teilte Hütter mit.

"Es ist sehr bedauerlich, was da passiert ist." Das sagte Christian Timm, stellvertretender Leiter und Mediensprecher der Vollzugsdirektion.

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