Gefährliche Bergung dauerte 7,5 Stunden

Alpinist abgestürzt

© Roland Mühlanger

Gefährliche Bergung dauerte 7,5 Stunden

„Das war ein heißer Einsatz“, lässt Alpinpolizist Adolf Harrer aus Bad Goisern (Bez. Gmunden) die Rettungsaktion am Sarstein Sonntagabend Revue passieren. Gegen 17.30 Uhr war bei der Polizei via Handy ein Notruf eingegangen: Ein 35-jähriger Deutscher hatte sich verstiegen und saß in der Geierschlucht fest. Der Alpinist war völlig ungesichert und mit mangelhafter Ausrüstung bis zu zehn Meter hohe Felsstufen hinabgeklettert und drei Meter tief gestürzt.

Steinschlag
Mit elf Mann der Bergrettung und einem Kollegen macht sich Alpinpolizist Adolf Harrer auf den Weg. „Wir haben uns bei völliger Dunkelheit 400 Meter zur Schlucht hinuntergearbeitet – ständig mit der Gefahr eines Steinschlags im Rücken.“ Und tatsächlich: Ein paar Steine stürzen ab, die Retter bleiben aber verschont, können ihren Weg fortsetzen. Nach 22 Uhr erreichen sie den völlig entkräfteten und leicht verletzten Hobbyalpinisten aus München. Doch auch die Bergung gestaltet sich „steinig“: „Wir mussten wiederum über diese meterhohen Steinfelsen klettern und Wasser führende Schluchten passieren.“ Nach drei Stunden können die Einsatzkräfte den Verletzten schließlich an die Rettungssanitäter übergeben, die den 35-Jährigen ins LKH Gmunden bringen. Laut Alpinpolizist Harrer hat der Wanderer Glück gehabt, dass der Sturz so glimpflich verlief: „Viele werden in diesem Gelände nicht mehr lebend gefunden.“

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