Grazer Dealer stachen auf Hund ein

Vierbeiner als Drogen-"Pfand"

© sxc

Grazer Dealer stachen auf Hund ein

Die Grazer Polizei hat zwei Dealer ausgeforscht, die einem 15 Jahre alten Kunden seinen Pitbull abnahmen und dann den Hund mit mehreren Messerstichen fast getötet hätten. Dies teilte die Bundespolizeidirektion Graz am Freitagnachmittag mit. Das Tier war Mitte Dezember blutend auf der Murpromenade gefunden worden, ein Veterinär rettete es durch Notoperation. Die nun ausgeforschten mutmaßlichen Täter wurden wegen Erpressung, Tierquälerei und Drogenhandels festgenommen.

Dealer ausgeforscht
Der Fund des vierjährigen amerikanischen Pitbulls im Bereich der Murpromenade hatte zunächst für Rätselraten gesorgt. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen wurde nun der Eigentümer, ein 15-jähriger Grazer, ausgeforscht. Der Jugendliche gab an, dass er abhängig von Mephedron sei und mit zwei Dealern, 22 und 27 Jahre alt, Kontakt halte. Nachdem er von ihnen eine geringe Menge Mephedron als "Geschenk" erhalten hatte, wollten sie ihn als Gegenleistung als "Streetrunner" einspannen. Er habe sich geweigert, worauf ihm das Dealerduo den Hund gewaltsam wegnahm und drohte, diesen im Falle weiterer Weigerung zu töten.

Modedroge Mephedron verkauft
Nach der Aussage des 15-Jährigen wurden die beiden Verdächtigen rasch ausgeforscht und dieser Tage festgenommen. Bei der Hausdurchsuchung stellten die Ermittler eine geringe Menge Mephedron, Marihuana und Suchtgiftutensilien sicher. Die beiden gaben bei den Einvernahmen an, dass sie bisher Mephedron und Marihuana im Straßenverkaufswert von rund 12.000 Euro an Süchtige verkauft hatten. Das Marihuana erzeugten sie mit Hilfe einer Indooranlage.

Den Hund wollen sie als "Pfand" für 20 Gramm Mephedron von dem 15-Jährigen erhalten haben. Die beiden sagten weiters aus, der Hund habe die Freundin des 22-jährigen Dealers gebissen. Daraufhin habe ihn der Mann zur Murpromenade geschafft, dort mit einem Fischermesser auf das Tier eingestochen und den vermeintlich toten "Spike" liegengelassen. Die Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.

 

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