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Toter und mehrere Verletzte nach Lawinenabgängen

Vorarlberg

© REUTERS/Pascal Lauener

Toter und mehrere Verletzte nach Lawinenabgängen

Ein 32-jähriger Tourengeher aus Vorarlberg ist am Freitagnachmittag nach einem Lawinenabgang im Bereich der Obersehrenalpe am Leuekopf bei Dornbirn gestorben. Insgesamt fünf Lawinenabgänge hielten die Vorarlberger Einsatzkräfte am Freitag in Atem. In Mittelberg (Kleinwalsertal) und im Lorenzital bei Brand (Montafon) wurden zwei Deutsche von einem Schneebrett verschüttet, bei Schruns wurde ebenfalls eine Person unter den Schneemassen begraben.

Bereits dritter Lawinentoter
Bei dem tödlich verunglückten Tourengeher handelt es sich um den dritten Lawinentoten in dieser Wintersaison in Vorarlberg. Der Mann war mit einer Gruppe in dem Gebiet unterwegs, ein Schneebrett begrub den Wintersportler unter sich. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

In Mittelberg (Kleinwalsertal) wurde zu Mittag ein 63-jähriger Mann aus dem Allgäu von einem Schneebrett verschüttet. Er konnte von seinen Begleitern geborgen werden und wurde mit schweren Verletzungen in eine Klinik in Kempten (Bayern) eingeliefert.

Bei Schruns von Schneebrett mitgerissen
Im Bereich der Weißplatte bei Schruns wurde eine Person aus einer sechsköpfigen Gruppe gegen 15.00 Uhr im freien Skiraum von einem Schneebrett mitgerissen. Nach Informationen der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle und der Polizei Schruns konnte die Person geborgen werden, sie wurde mit Verletzungen ins LKH Feldkirch eingeliefert. Die Gruppe befand sich laut Auskunft der Polizei noch am Berg, Schlechtwetter verzögerte die Bergung.

Deutscher verschüttet
Im Lorenzital bei Brand wurde ein Deutscher von einem Schneebrett verschüttet. Er konnte sich selbst befreien und erlitt Verletzungen im Gesicht, so die Polizei Brand. Er wurde ins Landeskrankenhaus Bludenz eingeliefert. Die Lawine wurde vermutlich von zwei Wintersportlern ausgelöst, die oberhalb des Deutschen in den Hang einfuhren, hieß es bei der Polizei.

Am Freitagvormittag war es auch in Zürs am Arlberg zu einem Lawinenabgang gekommen sei, verschüttet wurde laut Polizeiangaben niemand.

Vorarlberg: Lawinenwarnstufe 3
In Vorarlberg herrscht derzeit Lawinenwarnstufe 3. Der Föhnwind habe zu einem Temperaturanstieg geführt, zudem seien die Triebschneepakete sehr störanfällig, hieß es in dem Bericht der Vorarlberger Landeswarnzentrale. Unerfahrene sollten daher gesicherte Pisten nicht verlassen, so die Empfehlung.

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