Drogen- Familie 
wie Firma organisiert

18 Verhaftungen

Drogen- Familie 
wie Firma organisiert

Für organisierten Drogenhandel drohen 1 bis 15 Jahre Haft – insgesamt könnte eine fünfköpfige Familie aus der Donaustadt und Floridsdorf 75 Jahre ausfassen! Der Koks- und Hasch-Clan wurde in der Vorwoche aus dem Verkehr gezogen – ÖSTERREICH berichtete über den Schlag gegen einen 43-jährigen Wiener und Kfz-Profi, der seine eigenen Kinder süchtig gemacht haben soll, um sie fit fürs Drogen-Business zu machen.

Ausgeklügeltes Verteiler-Netz für mehrere Bezirke
Dabei soll der Autolackierer seine Drogengeschäfte wie eine Firma aufgezogen haben – sobald er mit seiner Arbeit in einer Werkstatt in Gerasdorf bei Wien um die Mittagszeit fertig war.

Von einem Hintermann (der ebenfalls in der Auto-Szene in Transdanubien eine Firma hat) soll Karl R. (Name geändert) das Suchtgift organisiert haben. Dann wurden die Drogen in einem ausgeklügelten Verteilernetz an den Kunden gebracht:

Stiefmutter für Bilanz der Drogengeschäfte zuständig
Der Vater selbst bot die Ware beim Heurigen an, einer seiner 19-jährigen Zwillingssöhne war für Meidling zuständig, der zweite operierte mit einem Komplizen von einem Tennisplatz nahe der Alten Donau aus, die 22-jährige Tochter und ihr älterer Lebensgefährte bedienten die Suchtgift-Szene im 3. Bezirk und in Simmering.
Die Stiefmutter sowie Lebensgefährtin (46) des mutmaßlichen Drogen-Papas soll für die Buchführung und fürs Abmischen des Suchtgiftes zuständig gewesen sein.

Mehrere Beteiligte nach Großrazzia enthaftet
Mit von der Partie war auch ein Ex-Freund der Tochter, der in einem Schnitzel-Lokal Koks vercheckte sowie ein Sozialhilfe-Empfänger, der in der Donaustadt in einer Villa thront. Einige der 18 verhafteten sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Überraschenderweise wurde auch der Hauptkomplize und mutmaßliche Organisator aus Groß-Enzersdorf (43), der die Drogen ins Land geholt haben soll, nur auf freiem Fuß angezeigt. Sein Anwalt Philipp Wolm: „Er wurde gegen gerichtliche Auflagen, etwa sich einer Drogentherapie zu unterziehen, enthaftet.“ Auch seine Freundin (Anwalt Normann Hofstätter) ist wieder auf freiem Fuß. Die fünfköpfige Familie bleibt in U-Haft. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

(kor)

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