Fischer soll Schüler verprügelt haben Fischer soll Schüler verprügelt haben

Feldkircher Bischof

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Fischer soll Schüler verprügelt haben

Das Nachrichtenmagazin "profil" erhebt in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe neue Vorwürfe gegen den Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer. Als Religionslehrer soll er 1970 einen sich "provozierend verhaltenden" 16-jährigen Schüler am Gymnasium Dornbirn mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, so "profil". Fischer versicherte in einer ersten Stellungnahme, an der Aufklärung der Vorhaltungen mitzuwirken. Aufgrund des neuen Vorwurfs rechnet die Diözese indes mit einer Verzögerung des Abschlussberichts des Experten Hartmann Hinterhuber.

"Ich kann zu diesem Zeitpunkt und an dieser Stelle nur versichern", so Bischof Fischer am Samstag in einer Aussendung der Diözese Feldkirche, "dass ich an einer Klärung der Angelegenheit interessiert bin, selbstverständlich gerne mit der Polizei über die Vorhaltungen spreche. Ich bitte den Betreffenden darüber hinaus, sich - wie bereits andere - an Professor Hinterhuber in Innsbruck zu wenden, um die Vorwürfe darzulegen und zu erörtern". Fischer betonte, er hoffe sehr, "dass wir die Dinge klären können"

Der Feldkircher Bischof steht seit März in heftiger Kritik, in seiner Zeit als Lehrer bzw. Internatsleiter mehrere Schüler geschlagen zu haben. Die Vorwürfe waren von ihm bisher alle zurückgewiesen worden. Er habe allerdings in einem anderen Zusammenhang einem Jugendlichen einmal eine Ohrfeige verpasst, hatte Fischer eingeräumt. Nachdem die Beschuldigungen publik wurden, sind sowohl die Staatsanwaltschaft als auch andere Gremien tätig. Die Diözese Feldkirch versuchte über ihre Ombudsstelle zwischen angeblichen Opfern und Tätern zu vermitteln wie auch über den Innsbrucker Psychiatrieprofessor Hinterhuber, der mit der Prüfung der Gewaltvorwürfe gegen Bischof Elmar Fischer betraut worden ist.

Zum jüngsten Vorwurf habe ein "profil"-Redakteur vergangenen Dienstag der Diözese mitgeteilt, "dass der Betreffende sich melden werde", heißt es in der Stellungnahme, "was bis heute leider nicht erfolgt ist". Der bereits für kommenden Mittwoch angekündigte Bericht Hinterhubers werde sich aufgrund des nun neu erhobenen Vorwurfs "selbstverständlich entsprechend verzögern".

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