Greenpeace erklimmt Kanzlerbalkon

Protest in Wien

© APA

Greenpeace erklimmt Kanzlerbalkon

Klimaprotest am Kanzlerbalkon: Die Umweltorganisation Greenpeace hat Montagfrüh den Sitz von Regierungschef Werner Faymann (S) erklommen, um gegen eine zu lasche Klimaschutzpolitik zu protestieren. Vier Aktivisten kletterten gegen 9.00 Uhr auf den Balkon des Kanzleramtes am Ballhausplatz, wo sie ein Banner entrollten, die Türen blockierten und sich festketteten. Die überraschte Polizei ließ die Umweltschützer zunächst gewähren, holte sie dann aber nach etwa 45 Minuten von ihrem luftigen Lager herunter.

Auf Leiter hochgeklettert
Mit einem Lieferwagen fuhren die Aktivisten vor, stellten eine Leiter auf und kletterten auf den Vorbau über dem Tor des Kanzleramtes. Dort entrollten sie ein Plakat mit der Forderung, 40 Prozent CO2 bis zum Jahr 2020 einzusparen. Am Ballhausplatz wurden zudem Zelte aufgestellt, wo die Aktivisten in einem "Klimaschutz-Camp" einziehen wollten. Die Geduld der herbeigeeilten Polizeibeamten währte allerdings nur kurz: Zunächst wurden die Zelte und Fahnen zu ebener Erde weggeräumt, anschließend machte man sich daran, die vier angeketteten Protestierer vom Balkon zu holen.

Um auf den Vorbau zu gelangen, mussten die Beamten allerdings selber eine Klettereinlage liefern: Da die Balkontür von den Aktivisten blockiert worden war, blieb der Polizei nichts anderes übrig, als über die seitlich gelegenen Fenster hinüber zu den Greenpeace-Leuten zu klettern. Die Aktivisten wurden losgeschnitten und nach unten gebracht.

Diverse Anzeigen
Die Wiener Polizei verzeichnete "22 Aktivisten und vier Transparente" bei einer nicht genehmigten Demonstration, die man aufgelöst habe, wie Sprecher Roman Hahslinger sagte. Es habe diverse Identitätsfeststellungen und Anzeigen gegeben.

Der Anlass für den Greenpeace-Protest war eine veröffentlichte Klimastudie von "Germanwatch". In einem Ranking von 60 Staaten landete Österreich hier auf Platz 42. Bemängelt wird in dem Vergleich vor allem die Klimapolitik Österreichs.

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