Pröll kündigt Widerstand gegen Temelin-Blöcke an

AKW-Ausbau

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Pröll kündigt Widerstand gegen Temelin-Blöcke an

Der Minister erwartet "eine rot-weiß-rote Allianz" gegen diese "aus seiner Sicht absolut falsche Entscheidung", hieß es in einer Aussendung vom Freitag. Statt sich ins nächste nukleare Abenteuer stürzen, sei es vielmehr geboten, den sicheren Betrieb der ersten beiden Blöcke zu gewährleisten, so der Minister.

Gleichzeitig, so Pröll unter Hinweis auf die Regierungsbeteiligung der Grünen in Prag, sei jetzt jede politische Kraft in Österreich gefordert, ihre Kontakte in Prag zu nutzen, um deutlich zu machen, dass" wir nach einer solchen Entscheidung nicht zur Tagesordnung übergehen können".

Gezielte Provokation
Der Anti-Atom-Beauftragte des Landes Oberösterreich, Radko Pavlovec, sprach seinerseits von einer "gezielten politischen Provokation, um das bestehende Moratorium auf den Bau neuer AKW im Rahmen des Regierungsübereinkommens zu torpedieren". Angesichts der gewaltigen Exportüberschüsse bestehe überhaupt kein Bedarf an neuen Produktionskapazitäten. "Österreich muss nun offensiv auf die nach wie vor ungelösten, schwerwiegenden Sicherheitsmängel der Blöcke 1 und 2 in Temelin hinweisen und ihre Behebung im Rahmen des völkerrechtlich verbindlichen Melk-Abkommens einfordern", betonte Pavlovec.

Das "Aktionskomitee Stop Temelin" wies darauf hin, dass die österreichische Delegation der Temelin-Kommission im Endbericht eindeutig einen Handlungsbedarf sehe. "Nicht Wahlversprechen, sondern Taten sind jetzt angesagt", betonten die Aktivisten. Sie fordern die zuständigen Politiker auf, sofort Kontakt mit ihren tschechischen Kollegen aufzunehmen, um die Forderungen der Kommission durchzusetzen.

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