Belgien: Streithansl stellen Weltrekord auf

Keine Regierung

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Belgien: Streithansl stellen Weltrekord auf

Die Regierungskrise in Belgien schlägt alle Rekorde. Am Donnerstag übertrumpfte das Königreich den Irak, wo im Dezember nach 249 Tagen ohne Regierung eine Einigung zwischen Kurden, Schiiten und Sunniten gelang. In Belgien, das sich seit der Wahl am 13. Juni 2010 ohne neue Regierung befindet, ist jedoch noch immer keine Lösung in Sicht. Tatsächlich steckt das Land mit elf Millionen Bürgern, das den Hauptsitz der Europäischen Union und das NATO-Hauptquartier beherbergt, schon seit April 2010 in der Krise, als die Koalition unter Yves Leterme am Streit zwischen flämischen und französischsprachigen Belgiern zerbrach.

Belgische Studenten wollen den wenig ruhmreichen Rekord auf humorvolle Weise begehen: In Lüttich ist ein Flash-Mob geplant, in Antwerpen stehen DJ's bereit und in Löwen gibt es kostenlose Pommes Frittes für alle. Nach den Wahlen im Juni blieben alle Anläufe für eine neue Regierung und die damit zusammenhängende Staatsreform erfolglos. König Albert II. ernennt seit Monaten immer neue Vermittler, nur um sich hinterher von ihrem Scheitern berichten zu lassen. Derzeit bemüht sich Finanzminister Didier Reynders um eine Lösung.

Streitpunkte sind die künftige Machtfülle der Gliedstaaten und die Finanzen, der Status der Hauptstadt Brüssel und die Minderheitenrechte von Frankophonen in Flandern.

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