Costa-Unglück: Jetzt spricht die Blondine

„Waren kein Paar“

Costa-Unglück: Jetzt spricht die Blondine

Dominika C., 25, war auf der Brücke, als die „Costa Concordia“ crashte. Im Interview sagt die Moldawierin: „Der Kapitän ist ein Held.“

Die junge Blondine arbeitete ursprünglich als Tänzerin auf der „Costa Concordia“. Bei der Unglücksreise war sie eigentlich auf Urlaub. Dennoch blieb sie auf dem Schiff, soll am Abend der Katastrophe sogar persönlicher Gast des Kapitäns gewesen sein. Ein Passagier fotografierte sie dabei, wie sie im exklusiven „Concordia Club“ gespeist und teuren Rotwein getrunken haben.

Nun sagte Dominika Cemortan aber auf einem moldawischen TV-Sender: „Ich habe mit einigen Offizieren zu Abend gegessen.“ Der Kapitän sei nicht dabei gewesen: „Als der Alarm losging, hat mich einer der Offiziere auf die Brücke begleitet“, erzählt sie: „An Bord waren viele russische Gäste, Russisch ist meine zweite Muttersprache.“ Und: „Ich war danach auf der Kommandobrücke, um meine Hilfe als Russisch-Dolmetscherin anzubieten.“ Dem allerdings widersprechen Augenzeugen: „Sie war schon zuvor auf der Brücke und hat Kapitän Schettino bei seinem Manöver zugeschaut.“

„Kapitän hat Tausenden das Leben gerettet.“
Dominika bestreitet auch entschieden, die Geliebte des Kapitäns zu sein: „Nein, er ist und war nicht mein Liebhaber“, reagierte sie empört: „Er hat mir sogar die Fotos von seinen Kindern gezeigt.“ Ihre Bewunderung kennt keine Grenzen: „Er hat etwas Großartiges getan, er hat 4.000 Menschen das Leben gerettet.“ Und: „Der Kapitän ist der beste der ganzen Firma. Er ist ein Held und hat alles richtig gemacht.“

Der Katastrophen-Kapitän selbst lässt über seinen Anwalt Bruno Leporatti eine völlig andere Version ausrichten: „Die junge Moldawierin war nie an meiner Seite, schon gar nicht auf der Kommandobrücke.“

Kapitän Schettino steht weiter unter Hausarrest. Ihm wurden Haar- und Urinproben entnommen, um festzustellen, ob er unter Drogen stand oder alkoholisiert war.

Diashow Schiffs-Havarie: Die Fotos aus dem All

Spektakuläre Aufnahmen zeigen die "Costa Concordia"

Regungslos liegt der Luxus-Liner im Mittelmeer.

Spektakuläre Aufnahmen zeigen die "Costa Concordia"

11 Menschen starben bislang, so die offizielle Zahl. Doch es gibt immer noch Vermisste.

Spektakuläre Aufnahmen zeigen die "Costa Concordia"

Die Zahl der Toten könnte noch steigen.

Die Insel "Giglio" vor Italien

Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs hielt bei einem riskanten Manöver zu kurzen Abstand zum Ufer.

Der Felsen "Le Scole"

Dieser Fels wurde dem Luxus-Liner zum Verhängnis.

"Costa Concordia" auf Schlagseite

Das Foto wurde kurz nach dem Zusammenstoß mit dem Felsen von der Küstenwache gemacht.

Der havarierte Luxus-Liner

So liegt die Costa Concordia nun im Meer. Noch immer gibt es Vermisste.

Hier retten sich die Passagiere

Die Küstenwache machte diese spektakulären Aufnahmen der Rettung der tausenden Passagiere.

Hier retten sich die Passagiere

Die Küstenwache machte diese spektakulären Aufnahmen der Rettung der tausenden Passagiere.

´Hier retten sich die Passagiere

Die Küstenwache machte diese spektakulären Aufnahmen der Rettung der tausenden Passagiere.

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Diashow Concordia: Unterwasser-Fotos des Wracks

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Schweres menschliches Versagen seitens des Kapitäns könnte nach Angaben des Eigners der "Costa Concordia" zur Havarie des Kreuzfahrtschiffes geführt haben.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

"Es scheint, dass der Kommandant Beurteilungsfehler gemacht hat, die schwerste Folgen gehabt haben", teilte die in Genua ansässige Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere mit.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Sie ging damit auf Distanz zu Kapitän Francesco Schettino, der das Schiff mit mehr als 4.200 Menschen an Bord am Freitagabend zu dicht an die Insel Giglio vor der toskanischen Küste gesteuert haben soll, wo es auf einen Felsen lief und leckschlug.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Bergungsmannschaften setzten unterdessen am Montag in der Früh die Suche nach den noch vermissten Passagieren und Besatzungsmitgliedern fort.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Mehr als zwei Tage nach dem Kentern des Schiffes wurden immer noch 15 Menschen vermisst.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Unterdessen wurde auch mit den Vorbereitungen für ein Leerpumpen der Öltanks der "Costa Concordia" begonnen.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Die niederländische Bergungsfirma Smit sei vom Eigner und dem Versicherer des Kreuzfahrtschiffs mit den Pumparbeiten beauftragt worden.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Der Kapitän sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Es sehe so aus, als seien die Entscheidungen des Kapitäns in der Notsituation nicht den üblichen Regeln von Costa Crociere gefolgt, erklärte die Reederei.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Zugleich wurde der Vorwurf einiger Passagiere zurückgewiesen, dass bei der Evakuierung in der Nacht auf Samstag nicht genügend Schwimmwesten zur Verfügung gestanden hätten. An Bord hatten sich auch 77 Österreicher befunden, die alle unverletzt davonkamen.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Dem Kapitän droht unter anderem ein Verfahren wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Berichten zufolge soll er das Schiff so dicht an die Insel herangesteuert haben, um Touristen im Hafen mit dem Signalhorn grüßen zu können.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Die Kreuzfahrtgesellschaft ging in ihrer Erklärung nicht weiter auf die Vorwürfe ein.

Taucher suchen im Wrack nach Vermissten

Einzelheiten zum Hergang des Unglücks erhofft man sich von der Auswertung der Blackbox des Schiffes, die ähnlich wie in Flugzeugen Kommunikation auf der Brücke und Steuerbefehle aufzeichnet.

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