Das sind die vier ISIS-Tätertypen

Gestörte Kämpfer und Kinder

Das sind die vier ISIS-Tätertypen

Paris, Brüssel, Nizza: Terroristen versetzen Europa in Angst und Schrecken. Zum Würzburger Axt-Angriff sind viele Fragen offen, aber eine Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat scheint sicher. Das wird nicht so schnell aufhören, warnte die europäische Polizeibehörde Europol am Mittwoch in Den Haag.

Denn im Irak und Syrien stehe die Terror-Miliz IS unter Druck der westlichen Koalition - daher rücke Europa nun in den Fokus. Oft sei Rache das Motiv, Angriffe auf zivile Ziele sollten möglichst große Angst auslösen. Europol sieht große Gefahr durch vier Tätertypen:

  1. EINZELTÄTER: Die Täter der jüngsten Anschläge wie in Orlando, Nizza oder Würzburg handelten allein, werden vom IS aber als ihre "Soldaten" gepriesen. Diese sogenannten einsamen Wölfe können sehr empfänglich für die IS-Propaganda sein und sich schnell radikalisieren. Viele von ihnen haben demnach auch eine psychische Störung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass 35 Prozent der Einzeltäter von Anschlägen der vergangenen 15 Jahre psychisch gestört waren.

  2. KINDER: Im IS-Gebiet im Irak und Syrien leben viele ausländische Kämpfer mit ihren Kindern, berichtet Europol. Ein Drittel der Kinder dort lebender niederländischer Frauen etwa ist dort geboren. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste bildet der IS diese Kinder gezielt zur neuen Generation Fanatiker oder sogar Terroristen aus.

  3. FRAUEN: Unter den ausländischen IS-Kämpfern im Irak und Syrien sind viele Frauen. In Europa spielen sie eine wichtige Rolle bei der Rekrutierung neuer Kämpfer und werden auch im Umgang mit Waffen ausgebildet. In Zukunft können sie, so warnt Europol, eine aktivere Rolle bei Anschlägen spielen und auch als Selbstmord-Attentäterinnen eingesetzt werden.

  4. FLÜCHTLINGE: Bisher gibt es keine konkreten Beweise, dass potenzielle IS-Terroristen systematisch mit Flüchtlingen nach Europa einreisen. Aber gerade Syrien-Flüchtlinge könnten sich in Europa schnell radikalisieren, warnt Europol. Sie sind Zielgruppe für IS-Anwerber.

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