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Ende des IS kann zu mehr Terror führen

Die Bedrohung durch Terrorismus "wird uns viele, viele Jahre beschäftigen". Das sagte der Terrorexperte Peter Neumann am Freitag vor Journalisten in Wien. Auch ein Ende der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak "kann uns mehr Terrorismus bescheren und nicht weniger", denn das bedeute lediglich "das Ende des Territorialprojekts" bzw. der "Phase 1", so Neumann.

Neumann präsentierte am Freitag einen Bericht an die 57 OSZE-Mitgliedstaaten, gemeinsam mit dem derzeitigen OSZE-Vorsitzenden, Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Kurz betonte, "klares Ziel ist, die Radikalisierungsnetzwerke im OSZE-Raum ausschalten." Es gebe rund "10.000 sogenannte Foreign Terrorist Fighters, die sich aus dem OSZE-Raum auf den Weg gemacht haben, um in Syrien und im Irak zu vergewaltigen, zu morden und andere Gruppen wie Minderheiten, Religionsgemeinschaften auszulöschen", warnte Kurz vor einem Sicherheitsproblem.

Für die steigende Terrorgefahr nannte Neumann mehrere Gründe: Die IS-Anhänger - auch aus Österreich -, die den Kampf in Syrien und im Irak überlebt haben, würden bestens trainiert und international gut vernetzt zurückkehren; der IS bewerbe Anschläge in Europa, propagiert würden immer einfacher auszuführende Taten und es könnten anstelle des IS andere gefährliche Gruppierungen entstehen.

Der OSZE-Sonderbeauftragte sagte, dass ungefähr 20 bis 25 Prozent der Menschen, die nach Syrien gegangen seien, gestorben seien. 40 bis 50 Prozent hielten sich noch in der Region auf, und nur ein Drittel sei zurückgekehrt oder gerade dabei, zurückzukehren.

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