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G7: Bier vor Krisengipfel

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G7: Bier vor Krisengipfel

Das Treffen der sieben weltweit wichtigsten Staatslenker (G7 sind die Staats- und Regierungschefs von USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland) begann wie ein Schulausflug. Obama stieg um sechs Uhr früh aus seinem Flugzeug, sagte auf Deutsch „Grüß Gott“ und entschuldigte sich, dass er seine „Lederhosen vergessen“ habe. Nächstes Statement: „Wir sollten ein Bier trinken“ – dann tat er es. Es war angeblich alkoholfrei.

Dann fand der Spaß ein Ende. Die erste Gesprächsrunde fand am Nachmittag statt (13.30 bis 15 Uhr). Themen waren die Handelspolitik und das höchst umstrittene Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA.

Video zum Thema G7-Gipfel: Gespräche begonnen

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24.000 Polizisten 
schützen die Politiker

Am Abend stand mit der Außenpolitik die wichtigste Runde an.

Der Ukrainekonflikt soll Hauptthema beim Abendessen sein.

  • Schon am Nachmittag hieß es: Obama und Merkel sind sich einig, die Sanktionen gegen Russland beizubehalten.
  • ISIS-Terror – zu diesem Thema wurden auch die Präsidenten Tunesiens, Nigerias und des Iraks eingeladen.
  • Die Rettung des Weltklimas (siehe links) stand hoch auf der Prioritätenliste.
  • Die Finanznot Griechenlands und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Bayern gleicht einer Festung: 24.000 Polizisten schützen das Politspektakel, 130 Millionen Euro kostet die Veranstaltung. Die Beratungen gehen heute Abend zu Ende.

Heftige Proteste begleiten das Treffen der wichtigsten Staatschefs

Drinnen berieten die Staatschefs, vor der Tür wurde demonstriert – mit großem Sicherheitsabstand. „Politik für Menschen statt für Märkte“, lautete die Devise auf den Transparenten. In der Früh wurde die Bundesstraße von etwa 50 Aktivisten blockiert – die Polizei musste sie mit Gewalt entfernen. Dutzende wurden festgenommen.

Am Samstag hatte es Verletzte gegeben. Nach Angaben von „Stop G7 Elmau“ wurden mehrere Demonstranten bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei verwundet. Eine Frau liegt seitdem auf der Intensivstation. Andere erlitten Fingerbrüche, aus­gerenkte Ellenbogen und Hautverätzungen.

Hauptthema: Kampf um den Klimaschutz

Es geht um die Zukunft: Ein Hauptthema des Gipfels ist der Klimawandel. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte von ihren Kollegen ein klares Bekenntnis zu strengen Maßnahmen.

Der Plan: Die Erderwärmung muss auf maximal zwei Grad im Vergleich zur vorindustrialisierten Zeit begrenzt werden, ansonsten kommt es zu gravierenden Umweltkatastrophen (Dürre, Flutwellen etc.).

Großer Bremser ist Japan: Premierminister Shinzō Abe will die Treibhausgase in seinem Land lediglich um 26 Prozent reduzieren. Klimaschützer warnen: Die Reduktion müsste bei 60 Prozent liegen, um die Ziele zu erreichen.

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