Hooligans & Terror bedrohen EURO

Erneute Krawalle

Hooligans & Terror bedrohen EURO

Alarmstufe Rot in Frankreich: Jetzt könnte es ernst werden. Gestern wurde ein erster konkreter IS-Anschlagsplan bekannt. Vier Terroristen sollen auf dem Weg zur EURO sein (siehe unten).

Gleichzeitig zittert das Land wieder vor Hooligankrawallen. Polizei, Gendarmerie und privates Sicherheitspersonal in Lens, wo heute England gegen Wales spielt, werden auf 2.400 Kräfte aufgestockt.

In den Fan-Zonen gilt Alkoholverbot, Bars und Restaurants schließen Punkt Mitternacht. 50.000 britische Fans werden zum Hochsicherheitsspiel in der Stadt erwartet – ins Stadion passen nur 35.000.

In Lille, 30 Kilometer von Lens entfernt, galt schon gestern höchste Warnstufe, als Russland auf die Slowakei traf und 1:2 verlor.

Schlagzeile: »So versagt Frankreichs Polizei«
Denn 150 besonders gewalttätige russische Hooligans lieferten sich am Wochenende in Marseille Straßenschlachten mit Fans aus England. Die Exekutive schien überfordert: „So versagt Frankreichs Polizei“, titelte die Bild-Zeitung und schrieb, dass die EM „zum Turnier von IS-Terror und Hooligan-Gewalt“ gerate. „Ein Staat im Chaos“, so der verheerende Kommentar der Tageszeitung Le Figaro.

Inzwischen zeigen die Cops Aktionismus. Ein russischer Fan-Bus wurde auf dem Weg nach Lille aufgehalten, 43 Personen in Gewahrsam genommen. In Lille wurden vor Spielbeginn drei Russen verhaftet.

ISIS-Killer auf dem Weg zur EURO

Der nächste Schock für Frankreich. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat vier Kämpfer nach Frankreich und Belgien gesandt. Sie sollen dort gezielt Anschläge verüben. Das geht aus einer Mitteilung der belgischen Anti-Terror-Einheit hervor.

Ohne Pässe
Die IS-Kämpfer hätten vor eineinhalb Wochen Syrien verlassen. Ohne Pässe und per Boot sollen sie über die Flüchtlingsrouten durch die Türkei und Griechenland nach Europa gelangen – wie die Attentäter von Paris und Brüssel vor ihnen auch. Sie seien mit vielen Waffen ausgerüstet „und ihre Aktion steht unmittelbar bevor“, heißt es weiter.

Ausnahmezustand
Frankreichs Präsident François Hollande hat die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Nach den Paris-Anschlägen vom November 2015 gilt ­ohnehin der Ausnahmezustand. Der Nutzen ist fraglich, wie der Fall des IS-Schläfers und zweifachen Polizistenmörders Larossi Abballa zeigt. Er war wegen Terrorkontakten vorbestraft, auf Bewährung frei – und konnte trotzdem zuschlagen.

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