ISIS gerät immer weiter unter Druck

Palmyra weg

ISIS gerät immer weiter unter Druck

Nach der Rückeroberung der antiken Wüstenstadt Palmyra haben am Montag regierungsnahe Truppen in Syrien ihre Offensive gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) außerhalb der Stadt vorangetrieben.

Nordöstlich der Stadt sei es zu Kämpfen gekommen, in denen Regierungstruppen Unterstützung durch syrische und russische Luftangriffe erhalten hätten, berichtete die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Einheiten von Staatschef Bashar al-Assad nahmen Palmyra am Sonntag ein und kündigten an, die Stadt werde Ausgangsbasis für eine Ausweitung des Militäreinsatzes. Russland will auch nach einem Teilabzug eigener Streitkräfte aus Syrien die Regierungstruppen weiter mit Luftangriffen unterstützen.

Russlands Präsident Wladimir Putin beglückwünschte Assad in einem Telefonat zur Rückeroberung von Palmyra. Assad hob dabei nach Angaben eines Putin-Sprechers hervor, dass die Einnahme der Stadt ohne russische Unterstützung niemals möglich gewesen wäre. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau flog die russische Luftwaffe binnen 24 Stunden 40 Einsätze in dem Gebiet. 117 Ziele seien angegriffen und mehr als 80 Extremisten getötet worden. Ein Putin-Sprecher unterstrich am Montag, die russische Luftwaffe werde die syrische Offensive weiter unterstützen.

Das syrische Staatsfernsehen zitierte Assad mit den Worten, die Rückeroberung Palmyras zeige, dass die Strategie der Armee und ihrer Verbündeten "im Krieg gegen den Terrorismus" erfolgreich sei. Die Extremisten-Miliz IS hatte Palmyra im Mai 2015 erobert. Zum Entsetzen von Kunsthistorikern und der UN-Kulturorganisation UNESCO sprengten sie antike Götterskulpturen. Die syrischen Behörden kündigten an, die beschädigten Monumente wieder herzustellen. Das syrische Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen aus dem Stadtinneren von leeren Straßen und schwer beschädigten Gebäuden.

Militärisch werde man jetzt "die Schlinge" um den IS zuziehen und Versorgungsrouten der Islamisten kappen, erklärte die Armee. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, das Hauptkontingent des IS sei aus der Stadt Richtung Osten abgezogen, wo die Miliz große Teile der Provinzen Deir al-Sor und Rakka kontrolliert. Bei den seit drei Wochen andauernden Kämpfen um Palmyra seien 417 IS-Kämpfer sowie 194 Soldaten und mit den Regierungstruppen verbündete Milizionäre getötet worden.

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