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Iran: Hunderttausende auf Mullah-Demos

Blutige Iran-Proteste

Iran: Hunderttausende auf Mullah-Demos

Im Iran sind nach Berichten des Staatsfernsehens am Mittwoch landesweit Zehntausende Menschen zur Unterstützung der Regierung auf die Straße gegangen. "Führer, wir sind bereit", skandierten die Menschenmengen, die auf den Fernsehbildern gezeigt wurden. Zu sehen waren große Gruppen an Menschen, die sich angeblich in den Städten Ahwaz, Kermanshah, Gorgan und anderswo versammelten.
 

"Nieder mit den USA"

 

Wie der staatliche Sender Irib berichtete, gingen Hunderttausende Iraner auf die Straße, um ihre Unterstützung für das System zu demonstrieren. Demnach skandierten sie "Nieder mit den USA", "Nieder mit Saudi-Arabien" und "Nieder mit Israel".
 
Diese drei Länder sind nach Auffassung der iranischen Führung die Anstifter der Protestwelle im Land und sollen die Demonstranten mit Geld und auch mit Waffen versorgen. Die Menschenmengen schwenkten iranische Flaggen und hielten Bilder des obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei in die Höhe. "Wir geben das Blut in unseren Adern für unseren Führer", war demnach ebenfalls zu hören.
 

Blutige Proteste seit sechs Tagen

 
Im Iran hatten in der vergangenen Woche landesweite Proteste begonnen, die sich zunächst gegen wirtschaftliche Missstände und schließlich gegen die iranische Führung richteten. 21 Menschen wurden bisher getötet, darunter 16 Demonstranten. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Allein in der Hauptstadt Teheran soll es laut der Nachrichtenagentur Ilna in den vergangenen drei Tagen zu 450 Festnahmen gekommen sein, landesweit sollen es mehr als 1.000 sein.
 

Trump kritisiert Verhalten des iranischen Regimes 

 
Die USA erneuerten indes ihre Kritik an der Führung des Irans. Die internationale Gemeinschaft könne nicht still zusehen, wenn Demonstranten mit Gewalt begegnet werde, sagte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders. Bei den Protesten handle es sich um einen "organischen Volksaufstand, organisiert von tapferen iranischen Bürgern". Sanders vermied eine klare Antwort auf die Nachfrage, ob das Weiße Haus einen Regimewechsel in Teheran anstrebe. Der Iran müsse aufhören, Terrorismus staatlich zu unterstützen.
 
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