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Sex-Attacken

"Karneval der Kulturen": Mindestens 8 Frauen begrapscht

Während des Berliner Straßenfests Karneval der Kulturen haben sogenannte Antänzer binnen vier Tagen mindestens elf Straftaten begangen. Gegen acht Frauen seien die Täter auch sexuell übergriffig geworden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Zwölf mutmaßliche Straftäter seien bekannt, gegen sieben von ihnen seien Haftbefehle erlassen worden.

Umringt und angegriffen

"Die Frauen wurden von Tätern an den Geschlechtsteilen angegriffen oder von der Gruppe umringt und dabei angegriffen", sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf zu den sexuellen Übergriffen. Die Polizei gehe von weiteren Opfern aus, die sich aber nicht gemeldet hätten.

Bereits am Sonntag hatte die Polizei einen ersten Vorfall publik gemacht. Demnach waren am Samstagabend zwei 17 und 18 Jahre alten Frauen von einer Männergruppe angetanzt, sexuell belästigt und bestohlen worden. Die Frauen versuchten, aus der Gruppe herauszukommen, wurden von den zehn jungen Männern aber immer wieder zurückgezogen. Ein Besucher filmte die Vorgänge und kam den Mädchen zu Hilfe. Alarmierte Polizeibeamte nahmen schließlich drei Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren vorläufig fest. Haftbefehle wurden gegen die vorbestraften Jugendlichen nicht erlassen.

Die Polizei gab von sich aus die Nationalität der Verdächtigen bekannt. Demnach waren an diesem Vorfall zwei Jugendliche mit türkischer Staatsbürgerschaft und ein Deutscher mit Migrationshintergrund beteiligt. "Wir wollten damit in den sozialen Netzwerken verbreiteten Gerüchten entgegentreten, wonach es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handelt", sagte Neuendorf. "Wir wollten deutlich machen, dass die Tatverdächtigen in Berlin aufgewachsen sind." Bei den sieben Tätern, gegen die am Wochenende Haftbefehle erlassen worden seien, handle es sich um drei Tunesier, zwei Marokkaner, einen Libyer sowie einen Algerier, sagte Neuendorf weiter. Weitere Tatverdächtige würden noch gesucht.

Das Phänomen der Antänzer habe zuletzt stark zugenommen in Berlin, sagte Neuendorf. Seit dem 1. April ermittelt deshalb eine eigens eingerichtete "Ermittlungsgruppe Antänzer" gegen die häufig aus arabischen und nordafrikanischen Ländern stammenden Täter. "Jedem Verdächtigen wird ein Beamter zugewiesen, damit wir bei mehreren Vergehen leichter nachweisen können, dass es sich um einen Serientäter handelt und Haftbefehl erwirken können", sagte Neuendorf.
 

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