München: Messer-Mann verletzt mehrere Menschen

Verdächtiger festgenommen

München: Messer-Mann verletzt mehrere Menschen

Kurz nach mehreren Messerattacken in München hat die Polizei am Samstag einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann soll in der Früh an sechs einander nahe gelegenen Orten in der Region beim Rosenheimer Platz sechs Menschen mit Messern angegriffen haben, fünf wurden leicht verletzt. Der Mann sei dann um 11.30 Uhr in der Nähe der Ottobrunner Straße gefasst worden, hieß es.

Die Personsbeschreibung habe auf den Verdächtigen gepasst, sagte ein Polizeisprecher zu Mittag. Der Mann habe zunächst versucht zu fliehen, wurde aber dennoch gefasst. Bei den Angegriffenen soll es sich um fünf Männer und eine Frau handeln. Der Mann habe seine Opfer wahllos ausgesucht, erklärte die Polizei. Die Verletzten erlitten Stiche und wurden geschlagen. Ob der Festgenommene auch wirklich der Täter sei, müsse noch geklärt werden. Über die Festnahme hatte zunächst "Bild.de" berichtet.

Angriffe "aus heiterem Himmel"

Nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) handelte der Angreifer aus heiterem Himmel und mit handfester Gewalt. Der Angreifer sei wahllos mit einem Messer auf Passanten losgegangen, sagte Herrmann am Samstag. Es sei Großalarm ausgelöst worden.

Bei den Opfern handelt es sich um sechs Männer, einen zwölf Jahren alten Buben sowie um eine Frau, teilte die Polizei mit. Alle seien Zufallsopfer des Angreifers gewesen. Bei den männlichen Opfern handle es sich um fünf Deutsche, einen Rumänen und einen Italiener, die attackierte Frau sei eine Deutsche. Alle wurden ambulant ärztlich versorgt. Die Verletzten erlitten Stiche, eines der Opfer wurde auch geschlagen.

Hintergründe unklar

Einem Spezialeinsatzkommando der Exekutive ist es nach intensiver Fahndung gelungen, einen Verdächtigen festzunehmen. Weitere Hintergründe müssten noch ermittelt werden. Diese sowie ein mögliches Motiv des Täters waren auch nach der Festnahme zunächst völlig unklar. Auch zum Tatverdächtigen gab es vorerst keine näheren Informationen.

Nach den Angriffen hatte die Polizei die Anrainer dazu aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben, Menschen sollten den Tatort meiden. In München waren viele Menschen schnell alarmiert und fühlten sich an den Amoklauf vom Juli 2016 erinnert. Damals hatte ein 18-Jähriger neun Menschen erschossen.

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