Wirbel um KiKA: Buben lernen

Nächster Eklat?

Wirbel um KiKA: Buben lernen "BH öffnen"

Der deutsche TV-Sender Kinderkanal (KiKA) sorgt schon wieder für Aufregung: Nach der Flüchtlingsdoku, die zu heftiger Kritik führte, gibt es nun Wirbel um einen Online-Beitrag mit dem Titel "BH öffnen".

Drei junge Teenager stellen sich in dem eineinhalb Minuten dauernden Video der Herausforderung, den BH der Schaufensterpuppe Tiffany zu öffnen.

"Völlig falsches Signal"

Gegenüber BILD zeigte sich Inge Bell, Vorständin der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes", entsetzt: "Das ist ein völlig falsches Signal an die KiKA-Zielgruppe der drei- bis 13-jährigen Kinder. Es ermutigt Jungs schon im Kindesalter, Mädchen buchstäblich an die Wäsche zu gehen. Und es signalisiert Mädchen schon im Kindesalter, dass Jungs ihnen an die Wäsche gehen dürfen."

Rassismus?

In der Auswahl der drei Burschen will Bell darüber hinaus ein Zeichen für Rassismus sehen: "Diese Auswahl hat Signalwirkung nach dem Motto: Migranten-Jungs brauchen besonderen Nachhilfeunterricht beim BH-Öffnen. Gerade in Zeiten der #MeToo-Debatte sollte so eine Instrumentalisierung von Migranten-Jungs in den Medien ein No-Go sein", erklärt sie der deutschen Zeitung.

KiKA weicht aus

Der TV-Sender habe auf BZ-Anfrage ausweichend reagiert, berichtet BILD. Man habe auf eine Beratung durch die Diakonie verwiesen. Es würden bei den Online-Beiträgen "Themen aus der Lebenswelt der sogenannten Preteens behandelt".

Doch es folgte schnell die Ankündigung auf der Website: "Um die minderjährigen Protagonisten zu schützen, stellen wir den entsprechenden Onlinebeitrag vorläufig auf "kika.de" nicht zur Verfügung."

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