Panama-Leaks: Putin wittert Veschwörung

"Erfindungen"

Panama-Leaks: Putin wittert Veschwörung

Die russische Regierung sieht den US-Geheimdienst CIA hinter den jüngsten Enthüllungen eines Recherchenetzwerks zu dubiosen Finanzgeschäften im Umfeld von Präsident Wladimir Putin. Viele der an den Recherchen beteiligten Journalisten seien "frühere Mitarbeiter des Außenministeriums, der CIA und anderer Geheimdienste", sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag.

Erfindungen und Fälschungen
Er kritisierte zahlreiche "Erfindungen" und "Fälschungen" in den Berichten. Peskow sagte, Russland sei das Hauptziel der Veröffentlichungen des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ. "Putin, Russland, unser Land, unsere Stabilität und die anstehenden Wahlen sind das Hauptziel, besonders die Destabilisierung der Lage", sagte Peskow. Zugleich versicherte er, die Recherchen der "Süddeutschen Zeitungen" und hundert weiterer Medien - darunter auch der "Falter" und der ORF - enthielten "nichts Neues oder Konkretes" über Putin.

Gemäß den am Sonntag öffentlich gemachten Recherchen, die auf einem riesigen Paket an Dokumenten eines anonymen Informanten beruhen, sollen aus dem Umfeld Putins bis zu zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) über die panamaische Finanzkanzlei Mossack Fonseca ins Ausland geschafft worden sein. Das Geld kam demnach von Präsidentenberatern und von Banken und Unternehmen mit Kreml-Verbindungen.

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