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Neue Eskalation

Putin will Raketen mitten in Europa stationieren

Als Reaktion auf NATO-Aktivitäten in Osteuropa erwägt Russland eine Verlegung von Iskander-Kurzstreckenraketen (NATO-Code SS-26 Stone) in die westliche Exklave Kaliningrad. "Wir haben keine Einschränkungen bei der Verlegung dieser Systeme", sagte der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

Moskau werde die Lage prüfen und eine "effektive, zuverlässige und preiswerte" Lösung finden, sagte er. Die russische Führung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder gedroht, Raketen im Gebiet Kaliningrad zu stationieren. Die Ostseeregion um die gleichnamige Stadt (ehemals Königsberg) grenzt mit Polen im Süden und Litauen im Osten an NATO- und EU-Staaten.

Die Iskander-Geschosse haben eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern und könnten von Kaliningrad aus etwa die polnische Hauptstadt Warschau erreichen. Bereits am Mittwoch hatte Russland angekündigt, 10.000 Soldaten an seine Westgrenze zu verlegen.

Die NATO will auf ihrem Gipfel in Warschau am 8./9. Juli über die Entsendung von je einem Bataillon zusätzlicher Soldaten in vier Nachbarländer Russlands entscheiden: Polen, Litauen, Estland und Lettland. Deutschland will sich beteiligen. Gruschko schloss ein neues Treffen des NATO-Russland-Rates nach dem Gipfel nicht aus.
 

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