Sofia will NATO-Patrouillen im Schwarzen Meer

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Sofia will NATO-Patrouillen im Schwarzen Meer

Analog zum Einsatz der NATO in der Ägäis im Kampf gegen Schlepperbanden denkt jetzt Bulgarien über Patrouillen des Bündnisses im Schwarzen Meer nach. "Wenn sich die NATO-Operation in der Ägäis bewährt und die Aktivitäten der Menschenschmuggler zunehmen, könnten wir eine ähnliche Mission für das Schwarze Meer anfordern", sagte der bulgarische Außenminister Daniel Mitow am Mittwoch.

NATO-Schiffe überwachen seit Anfang März die Gewässer vor der türkischen Küste und informieren türkische und griechische Behörden über Bewegungen von Schiffen mit Flüchtlingen.

Grenzkontrollen verschärft
Seit der Schließung der Balkanroute hat Bulgarien seine Grenzkontrollen weiter verschärft, da es eine Verlagerung der Flüchtlingsbewegung befürchtet. Auch sollen jetzt weitere Zäune errichtet werden. "Wir wollen unseren Zaun an der türkischen Grenze bis Ende des Jahres von jetzt 31 Kilometer auf rund 160 Kilometer ausbauen", sagte Mitow den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Strafen erhöht
Im Kampf gegen Schlepper hat Bulgarien die Strafen drastisch erhöht. So müssten Schlepper heute mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren und einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen. "Jedes EU-Land sollte die Strafen gegen Menschenschmuggler deutlich erhöhen", sagte Mitow.

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