Terrorverdacht gegen 40 Flüchtlinge

Verfahren eingeleitet

Terrorverdacht gegen 40 Flüchtlinge

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat einem Zeitungsbericht zufolge bisher in 40 Fällen Ermittlungsverfahren wegen Terrorverdachts gegen Menschen eingeleitet, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Insgesamt lägen dem BKA 369 Hinweise auf ein gezieltes Einschleusen von Mitgliedern oder Unterstützern terroristischer Organisationen wie der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seit Beginn der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr vor, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe).

60 Prozent ohne Pass

Konkrete Hinweise auf Anschlagspläne hätten die Behörden derzeit aber nicht, hieß es weiter. Der CDU-Innenexperte im Bundestag, Wolfgang Bosbach, sagte dem Blatt, dennoch müsse die Gefahr "sehr, sehr ernst" genommen werden. Der Unionspolitiker verwies darauf, dass die Identität vieler Flüchtlinge ungeklärt sei; 60 Prozent hätten in den vergangenen Monaten keinen Pass bei sich gehabt.

Die Linke warnte dagegen vor Panikmache. "Die Möglichkeit, dass sich unter einer großen Menge Flüchtlinge auch einzelne IS-Anhänger einschließlich ausgebildeter Attentäter befinden, darf nicht dazu führen, jetzt Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak pauschal unter terroristischen Generalverdacht zu stellen", sagte die innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke.
 

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