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Flüchtlinge

Tusk: "Weiteres Handeln" in der Türkei

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich unzufrieden mit den türkischen Bemühungen zum Stopp der irregulären Migration gezeigt: Die Anzahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei durch die Ägäis nach Griechenland gelangten, sei "noch viel zu hoch", sagte Tusk am Donnerstag nach einem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu in Ankara. "Weiteres Handeln ist notwendig."

Bessere Zusammenarbeit
Zugleich lobte Tusk, dass die Türkei inzwischen besser mit der EU zusammenarbeite. So seien die Patrouillen der Küstenwache verstärkt und die Visa-Auflagen für Drittstaatenangehörige verschärft worden. Tusk war am Donnerstag aus Athen nach Ankara gereist, um den EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise am Montag vorzubereiten. Am Freitag will er mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen. Die Türkei ist zu dem Sondergipfel eingeladen.

Entschärfung der Flüchtlingskrise
Die Türkei ist für die EU entscheidend für die Entschärfung der Flüchtlingskrise. Brüssel und Ankara hatten schon im November einen gemeinsamen Aktionsplan vereinbart. Dieser sieht Visa-Erleichterungen für türkische Bürger, beschleunigte Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und drei Milliarden Euro zur Flüchtlingsversorgung zu, wenn Ankara die ungeregelte Migration deutlich eindämmt. Im Jänner und Februar sind nach UN-Angaben aber 122.000 Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland gelangt.

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