Ukraine: 30 Soldaten durch Raketen getötet

Schwere Kämpfe

Ukraine: 30 Soldaten durch Raketen getötet

Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine haben die Streitkräfte nach Regierungsangaben mit Artilleriewaffen beschossen. Bei dem Angriff mit Raketenwerfern seien mindestens 30 Soldaten und Grenzschützer getötet worden, sagte ein Berater des Innenministeriums am Freitag. Die Zahl der Opfer könne noch steigen.

Sollte sich dies bestätigen, wäre es der verlustreichste Angriff der Rebellen seit dem Ende der von Präsident Petro Poroschenko einseitig verkündeten Waffenruhe am 30. Juni. Eine Antwort auf den "terroristischen Akt" werde nicht lange auf sich warten lassen, kündigte der Ministeriumsberater an, der die Separatisten als "blutrünstigen Abschaum" bezeichnete.

Poroschenko hatte erklärt, zum Schutz der Bevölkerung werde es keine Luftangriffe und keinen Artilleriebeschuss geben. Die Armee kündigte zugleich an, sie bereite eine "böse Überraschung" für die Rebellen vor.

Poroschenko hatte nach der Rückeroberung von Slawjansk seinem Militär den Befehl erteilt, jetzt nicht nachzulassen und zügig auch Donezk und Luhansk einzunehmen. Von einer Waffenruhe war nach den Erfolgen der Regierungstruppen keine Rede mehr.

Das ukrainische Militär geht seit Wochen mit einer abstimmten Offensive von Armee und Truppen des Innenministeriums gegen die Separatisten vor, die im Gebiet von Donezk, Luhansk und Slawjansk "unabhängige Volksrepubliken" ausgerufen hatten. Sie streben eine Abspaltung des Gebiets von der Ukraine an

Flüchtlingswelle aus Ukraine
Unterdessen beklagt Russland angesichts der andauernden Gewalt in der Ostukraine eine zunehmende Zahl an Flüchtlingen.

Nach Angaben von Behörden haben bereits Hunderttausende Ukrainer Zuflucht in Russland gesucht. Die Gebietsverwaltung in Rostow am Don hat in mehreren Grenzregionen zur Ukraine den Ausnahmezustand verhängt.

Separatisten bereiten Evakuierung von Donezk vor
In der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk sagte der selbst ernannte Regierungschef Alexander Borodaj, dass sich die Millionenstadt auf eine Evakuierung vorbereite. Hunderttausende Menschen könnten aus Angst vor einer Bombardierung der Stadt durch ukrainische Regierungstruppen nach Russland übersiedeln, sagte er.

Das Außenministerium in Moskau hatte am Vorabend den Beschuss eines ukrainisch-russischen Grenzübergangs kritisiert, an dem mehr als 200 Flüchtlinge warteten. Der für den Grenzschutz zuständige russische Inlandsgeheimdienst FSB teilte mit, dass wegen der Angriffe von ukrainischer Seite inzwischen die Übergänge Donezk, Nowoschachtinsk und Gukowo geschlossen seien.


 

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