Grabschändungs-Skandal in den USA

Gräber verkauft

© AP

Grabschändungs-Skandal in den USA

Die US-Behörden sind im Bundesstaat Illinois einem großen Fall von Grabschändung auf die Spur gekommen. In mehr als 100 Fällen sollen Friedhofsbedienstete über die vergangenen Jahre Tote ausgegraben und ihre Grabstellen weiterverkauft haben, meldete die Zeitung "Chicago Tribune" am Donnerstag. Die Leichen hätten sie auf einem abgelegenen Teil des historischen Burr-Oak-Friedhofs in Alsip, rund 30 Kilometer südlich von Chicago, deponiert. Die Behörden entdeckten dort einen Berg menschlicher Knochen von mehr als 100 Menschen. Fünf Friedhofsmitarbeiter seien festgenommen worden.

300.000 Dollar
"Was wir gefunden haben, ist weit mehr als alarmierend und abscheulich", sagte Sheriff Tom Dart der Zeitung. Er könne Angehörigen nicht mit Gewissheit sagten, ob ihre Verstorbenen nicht auch der Grabesruhe beraubt wurden. Gerichtsmediziner arbeiteten daran, die Identität der gefundenen Toten zu ermitteln. Den Angaben zufolge ergaunerten sich die Täter mit der Masche insgesamt schätzungsweise 300.000 Dollar (214.000 Euro).

Die Behörden waren den Vorgängen vor sechs Wochen auf die Spur gekommen, nachdem sie einen Tipp wegen möglicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei der Friedhofsverwaltung bekamen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Betrug mit den Grabstellen vor rund vier Jahren begonnen. Die Täter hätten sich auf ältere Gräber konzentriert, um ihre Spuren zu verwischen, hieß es.

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